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26. April 2010

SPIELBERICHT
25.04.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - SG Wernersberg-Annweiler 28 : 15 (13 : 6)

Klarer Erfolg zum Saison-Halali


Das war ein versöhnlicher Saisonabschluss für die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt. Die Rettichstädterinnen bezwangen vor 40 Zuschauern die SG Wernersberg-Annweiler deutlich mit 28:15 (13:6). "Ich bin zufrieden, das war eine geschlossen gute Vorstellung von uns", resümierte TVS-Coach Markus Otterstätter. Vor der finalen Partie verabschiedete sich die Mannschaft mit einem Bild und einem Fresskorb von ihrem langjährigen Trainer Werner Kunt. Ein nette Geste, die den in der laufenden Spielzeit Zurückgetretenen sichtlich freute. Eigentlich wollte Kunt erst gestern den Stab an Otterstätter, zuvor Co-Trainer und seit Ende letzte Jahres Schwiegersohn in einer Person, weiterreichen, hatte sich aber schon früher zum Rückzug entschlossen.

24:20 Punkte und Platz sechs für Schifferstadt -- 26:18 Zähler und Rang vier für Wernersberg-Annweiler -- allzu groß ist der Abstand zwischen den gestrigen Konkurrenten im Endklassement nicht. Die Gäste hatten zwar nur neun Spielerinnen an Bord und waren ersatzgeschwächt. Aber Schifferstadt nahm das Match noch sehr ernst und setzte die taktischen Vorgaben diesmal weitgehend um.

Beim 8:0 (12. Spielminute) war im Grunde genommen die Frage nach dem Sieger bereits beantwortet. Iris Buchenau spielte in Durchgang eins herausragend. Sie sorgte in der Abwehr für Ballgewinne und brachte Tempo ins Angriffsspiel. "Die weibliche D-Jugend, die sie trainiert, hat zugekuckt", meinte Otterstätter, "das hat sie vielleicht besonders angespornt." Nach dem 10:5 gelang das 13:5. Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gastgeberinnen weiter kontinuierlich absetzen (21:11) und den Vorsprung ständig ausbauen. Die Gegenwehr der SG wurde immer geringer. Schifferstadts Torfrau Daniela Müller hielt solide, wehrte auch einen Siebenmeter ab. Einen weiteren der zehn, die Referee Bernd Geislinger der SG zusprach, landete an der Latte. Schifferstadt vergab von sieben Strafwürfen sechs. Geislinger verhängte in dem sehr fairen Match jeweils eine Hinausstellung.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (5), Iris Buchenau, Anja Gassert (je 4), Stefanie Müller (3), Bianca Gerner (3/1), Ann-Katrin Müller, Paula Branco-Santos, Katharina Huber (je 2), Sarah Weiß, Sarah Schott und Eva Kühhirt (je 1).

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23. April 2010

VORBERICHT
25.04.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - SG Wernersberg-Annweiler

Minimalziel: Platz Sechs halten


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt lassen die Spielzeit am 25.04.2010 zu Hause ausklingen. Um 16 Uhr kommt die SG Wernersberg-Annweiler in die Wilfried-Dietrich-Halle. "Das Minimalziel ist, Platz sechs zu halten", sagte TVS-Trainer Markus Otterstätter.

Schifferstadt belegt derzeit mit 22:20 Punkten Position sechs und kann sich nicht mehr verbessern. Gemessen an den eigenen Erwartungen vor der Saison sei dies eh schon zu schlecht, meinte Otterstätter. Deshalb sollten die TSG Mutterstadt und die HR Göllheim/Eisenberg, die mit jeweils 21:23 Zählern knapp hinter den Rettichstädterinnen platziert sind, auf jeden Fall zurückgelassen werden. Um dies sicherstellen und nicht von anderen abhängig zu sein, wollen die Gastgeberinnen gewinnen. Obwohl Mutterstadt in Lingenfeld und Göllheim/Eisenberg in Mundenheim sehr schwierige Auswärtsaufgaben vor sich haben.

Man habe keinen Druck mehr und wolle sich mit Anstand verabschieden, sagte Otterstätter. Im Dienstag-Training waren lediglich sieben Spielerinnen anwesend, am Donnerstag waren es schon wieder zwölf. Nur die erkrankte Tanja Neumer fehlte. Er geht aber davon aus, dass sie zumindest auf der Auswechselbank Platz nimmt und er die derzeit stärkste Sieben aufbieten kann.

Das Hinspiel hat Schifferstadt mit 17:20 verloren. Damals ging der starkersatzgeschwächten Truppe in der Endphase die Luft aus. Man müsse daher nicht viel anders machen, um die SG schlagen zu können. "Sie müssen einfach nur spielen, was sie können", hofft Otterstätter, dass die Seinen ihr Potenzial endlich wieder einmal abrufen. In der laufenden Spielzeit ist dies seiner Ansicht nach nur zwei Mal wirklich gelungen: Bei den Partien in Lingenfeld und Mundenheim. "Sonst war das alles mehr schlecht als recht", resümierte er. [ben]

19. April 2010

SPIELBERICHT
18.04.2010/18.00 Uhr
TV Ruchheim II - TV Schifferstadt

Wiedergutmachung gelingt in Ruchheim teilweise


Die Wiedergutmachung ist den Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt teilweise gelungen. Vor 40 Zuschauern siegten die Otterstätter-Schützlinge beim Träger der roten Laterne, TV Ruchheim II, mit 18:13 (6:6). Ohne allerdings zu überzeugen.

"Das war vor allem im Angriff nicht viel besser als am Donnerstag gegen Lingenfeld", sagte TVS-Trainer Markus Otterstätter nach dem Match. "Wir können froh sein, dass wir gegen den Tabellenletzten gespielt haben", fuhr er fort, "ich glaube, gegen jede andere Mannschaft hätten wir heute verloren." Im Offensivspiel der Gäste lief fast gar nichts zusammen.

Ohne Linie glich der Auftritt mehr einem wilden Durcheinander. "Das war schwach und bei weitem nicht das, was ich mir vorstelle", zürnte Otterstätter. Verlass war auf Torfrau Daniela Müller, die eine solide Leistung ablieferte und drei Siebenmeter hielt. Schifferstadt vergab selbst ebenfalls zwei. "Vor dem Spiel macht die Mannschaft nicht den Eindruck, dass die Runde bereits abgehakt sei", rätselte Otterstätter.

Auf dem Spielfeld stelle sich das aber ganz anders dar. Er und wohl auch die Spielerinnen sind froh, wenn die Spielzeit vorbei ist. Ruchheim führte mit 3:2 und 5:4 und hielt bis zum 8:8 mit. Die Gäste konnten sich dann mit zwei Treffern lösen und schafften den entscheidenden Sprung vom 11:13 zum 11:15. Schiedsrichter Christian Wyrobisch verhängte 3/1 Zeitstrafen.

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (4/2), Ann-Katrin Müller, Anja Gassert, Paula Branco-Santos (je 3), Stefanie Müller (2), Iris Buchenau (1/1), Bianca Gerner und Katharina Huber (je 1). [ben]

16. April 2010

VORBERICHT
18.04.2010/18.00 Uhr
TV Ruchheim II - TV Schifferstadt

Wiedergutmachung beim Schlusslicht


Am 18.04.2010 spielt der TV Schifferstadt in der Handball-Pfalzliga der Damen um 18 Uhr beim noch sieglosen Schlusslicht TV Ruchheim II. "Ich erwarte von der Mannschaft einen deutlichen Sieg", machte TVS-Trainer Markus Otterstätter seinen Eleven, die unverändert auflaufen werden, noch am Donnerstag Abend nach der 13:16-Heimniederlage gegen den HSV Lingenfeld klar, dass Wiedergutmachung angesagt ist. So, wie gegen Lingenfeld dürfe man sich nicht mehr präsentieren, meinte er. Ruchheim, das schon das Hinspiel mit 18:27 verloren hat, konnte erst einen Zähler verbuchen - beim 19:19 gegen Mutterstadt. [ben]

16. April 2010

SPIELBERICHT
15.04.2010/20.30 Uhr
TV Schifferstadt - HSV Lingenfeld 13 : 16 (4 : 9)

Enttäuschung für Schifferstadt gegen HSV Lingenfeld


Im Nachholspiel in der Handball-Pfalzliga der Damen unterlag der TV Schifferstadt dem HSV Lingenfeld vor 30 Zuschauern mit 13:16 (4:9). In einer auf ganz schwachem Niveau stehenden Auseinandersetzung, die eigentlich keinen Sieger verdient hatte, waren die Gäste von zwei schlechten Teams das noch etwas Bessere.

Nach gutem Auftakt (1:0, 3:1) musste TVS-Trainer Markus Otterstätter nach einer Viertelstunde mit ansehen, wie seine Schützlinge das Handballspielen einstellten. In der Offensive agierten die Einheimischen zu viel quer ohne Druck auf das Lingenfelder Tor. Schiedsrichter Matthias Hetzel (Ludwigshafen), der in der fairen Auseinandersetzung mit jeweils einer Hinausstellung auskam, zeigte oft Zeitspiel an. Die Einheimischen mussten werfen, manchmal unvorbereitet und wenig effektiv. HSV-Keeperin Antje Haag bot eine ganz starke Vorstellung, entschärfte vor allem Würfe von Außen und einen Siebenmeter. Einen zweiten Strafwurf jagte der TVS übers Tor. Technische Fehler kamen bei Buchenau und Co. hinzu.

Otterstätter konnte sich den Einbruch nicht erklären: "Ich weiß nicht, was los war." Lingenfelds Deckung agierte sehr offensiv, das habe die Seinen möglicherweise irritiert, überlegte er. Aber diese weit vorne agierenden Hintermannschaft bot der Aufsteiger schon von der ersten Spielminute an auf. Festzuhalten bleibt, auf beiden Seiten landeten sehr viele Würfe nur am gegnerischen Torgestänge. Die Chancenverwertung blieb mangelhaft. Die Gäste glichen zum 4:4 aus und zogen bis zum Seitenwechsel auf 4:9 davon.

Nach dem Pausentee verkürzte Schifferstadt auf 6:9. Lingenfeld, das seinen Übungsleiter Christian Louis zumindest kämpferisch überzeugen konnte, blieb aber souverän und kam nicht mehr wirklich in Gefahr. Dennoch, Louis gefiel nicht, dass seine Schützlinge nicht das Tempo herausnahmen und das Geschehen kontrollierten, sondern weiter auf Konter spielten. Dies führte zu einigen überhasteten und unkonzentrierten Aktionen. Beim 10:13 fünf Minuten vor Ultimo ordnete Otterstätter doppelte enge Beschattung für Lingenfeld an. Maike Schönrock (5 Tore) und Janina Luickx (2/1) spielten gegen diese taktische Variante ihre Schnelligkeit und ihre technischen Vorteile aus. Mit dem 10:15 war die Entscheidung gefallen. Der Tabellenzweite kam oft nach Schnellangriffen, insbesondere durch Schönrock zum Torerfolg.

"So darf man sich nicht präsentieren", zürnte Otterstätter, "einige waren teilweise abwesend, das war eine unterdurchschnittliche Vorstellung." Man habe den Eindruck gewinnen können, dass die Spielerinnen froh seien, wenn die Saison endlich vorbei sei. Das
Schifferstadter Punktekonto ist mit 20:20 wieder ausgeglichen, während Lingenfeld beste Chancen auf die Vize-Meisterschaft besitzt. Louis sagte: "Spielerisch war das nicht überzeugend, aber ich bin mit dem Sieg zufrieden." Für Schifferstadt trafen Ann-Katrin und Stefanie Müller (je 3), Katharina Huber (2/1), Diana Otterstätter, Sarah Weiß (je 1/1), Bianca Gerner, Iris Buchenau und Eva Kühhirt (je 1). [ben]

12. April 2010

VORBERICHT
15.04.2010/20.30 Uhr
TV Schifferstadt - HSV Lingenfeld

Voraussetzungen für guten Sport gegeben


Nach dreieinhalb Wochen Spielpause greifen die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt als Tabellensiebte (20:18 Punkte) am 15.04.2010 wieder unter Wettbewerbsbedingungen zum Leder. Der starke Aufsteiger HSV Lingenfeld gastiert um 20.30 Uhr zum Nachholspiel in der Wilfried-Dietrich-Halle.

Zwei Trainer, ein Ziel: Sowohl Schifferstadts Markus Otterstätter als auch Lingenfelds Christian Louis wollen in den letzten drei Saisonpartien das Optimum erreichen. "Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen", sagte Otterstätter. "Ich denke, wir sind so stark, dass wir gewinnen können." Louis, der mit seinen Schützlingen mit 26:12 Zählern aktuell auf Rang zwei steht, will zumindest nicht verlieren: "Dann hätten wir nur gegen Mundenheim keinen Punkt geholt." Er sieht gute Chancen, am Ende unter den ersten Drei zu landen. "Die Vize-Meisterschaft ist schon ein Ziel, aber kein Muss", wie der frühere Regionalligaspieler betont. Also sollten die Gäste die Saison nicht bereits abhaken, sondern noch drei Mal richtig Gas geben und das Ganze nicht zu locker sehen, findet er.

Das Hinspiel hat Schifferstadt mit 21:12 gewonnen. Während Otterstätter, damals noch als Co-Trainer von Werner Kunt, die beste Leistung des TVS in der Vorrunde gesehen hatte, bescheinigt Louis den Seinen eine der schwächsten Vorstellungen überhaupt. Ob die Gastgeberinnen diese Gala wiederholen können, kann der Schifferstadter Übungsleiter nicht einschätzen. Damals legte Schifferstadt mit der überragenden Torfrau Daniela Müller eine ganz starke erste Viertelstunde hin, nutzte seine Torchancen, unterband das gefährliche Lingenfelder Konterspiel und lag mit 9:1 vorne. Damit war die Entscheidung bereits gefallen. Louis spricht rückblickend von einer verschlafenen Anfangsphase. Um es diesmal besser zu machen, müsse man den guten Schifferstadter Rückraum in den Griff bekommen und die eigene Wurfausbeute steigern, fordert er.

Otterstätter legte sein Hauptaugenmerk im Training in der Osterpause auf das Offensivspiel. Einige kleine Änderungen wurden eingebaut, Bewährtes wurde vertieft. "Mal sehen, wie es die Mannschaft umsetzen kann", ist er gespannt. Obwohl nicht immer alle Spielerinnen trainieren konnten, berichtet er von einer guten Stimmung im Team. Der TVS hat zwar einige Angeschlagene in seinen Reihen, kann aber abgesehen von den Langzeitverletzten in der derzeit bestmöglichen Formation auflaufen. Dies trifft auch auf Lingenfeld zu. Katrin Fried fehlt aus beruflichen Gründen, aber Louis hat mit 14 Akteurinnen beste personelle Möglichkeiten. Die Voraussetzungen für guten Sport scheinen also gegeben zu sein. [ben]

22. März 2010

SPIELBERICHT
21.03.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - HR Göllheim-Eisenberg 15 : 10 (7 : 5)

Erster Sieg unter Markus Otterstädter


Der TV Schifferstadt hat in der Handball-Pfalzliga der Damen gegen die HR Göllheim/Eisenberg vor 50 Zuschauern mit 15:10 (7:5) gewonnen. Für Trainer Markus Otterstätter war es im zweiten Spiel der erste Sieg, der ein Stück weit Sicherheit zurück kommen und das Punktekonto mit 20:18 wieder ins Haben rutschen ließ.

Nach dem 0:1 gaben die Gastgeberinnen über 4:1 und 7:2 deutlich die Schlagzahl vor. Verlass war auf die 6-0-Abwehr, die sehr gut organisiert auftrat. Insbesondere Paula Branco-Santos verteidigte auf der Halbposition mit der notwendigen Aggressivität und überzeugte mit gutem Stellungsspiel. Torfrau Daniela Müller hielt solide.

Probleme haben die Rettichstädterinnen nach wie vor im Angriffsspiel. Unkonzentriert unterlaufen dem TVS immer wieder technische Fehler, werden die Bälle oft vertändelt. Die Wurfausbeute ließ auch zu wünschen übrig. Zwei Siebenmeter und sechs einhundertprozentige Torchancen wurden nicht genutzt. Eigentlich, so Otterstätter, müsse man gegen eine solchen Gegner - ohne Spielertrainerin Sina Heissler fehlt den HR sichtlich die Durchschlagskraft - sieben, acht Tore mehr erzielen. Aber die Cleverness habe ein bisschen gefehlt.

Die Gäste nutzten den Durchhänger zum 7:6. Schifferstadt setzte das 9:6 und 12:8 dagegen. Spätestens mit dem 13:10 war die Frage nach dem Sieger beantwortet. Wirklich in Gefahr geriet der Erfolg nicht. Referee Willi Neunzling verhängte in der fairen Begegnung keine Zeitstrafe gegen Schifferstadt und zwei gegen Göllheim/Eisenberg.

Das nächste Match steht erst am 15. April gegen den HSV Lingenfeld an. Die Pause will Coach Otterstätter in Ruhe nutzen, um insbesondere an der Verbesserung des Offensivspiels zu arbeiten. Denn in den letzten drei Partien will der TVS noch mindestens zwei Siege holen.

Für Schifferstadt trafen Bianca Gerner (4), Stefanie Müller, Paula Branco-Santos (je 2), Diana Otterstätter, Katharina Huber, Iris Buchenau (je 2/1) und Ann-Katrin Müller (1). [ben]

19. März 2010

VORBERICHT
21.03.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - HR Göllheim-Eisenberg

Gewinnen und in der Pause aufbauen


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt spielen am 21.03.2010 gegen die HR Göllheim/Eisenberg. Der Anpfiff in der Wilfried-Dietrich-Halle wird um 16 Uhr erfolgen. TVS-Trainer Markus Otterstätter strebt in seiner ersten Heimpartie als verantwortlicher Mann den ersten Erfolg an.

Bei seiner Premiere in Waldsee (16:19) klappte das noch nicht so, wie er sich das vorstellt. Seine Schützlinge waren zwar ob der enorm großen und ungewohnt lauten Kulisse von Anfang an nervös, legten aber im ersten Spieldrittel eine passable Vorstellung hin. Dann riss der Faden, Fehler reihte sich an Fehler. Insbesondere das Ausbleiben erfolgreicher Torwürfe wurde zum Problem. Schifferstadt habe nicht das gespielt, was die Mannschaft eigentlich könne, räumte er ein.

Selbstfindung ist gefragt und sich das nach drei Niederlagen abhanden gekommene Selbstvertrauen zurück holen. "Es muss schon Struktur in unser Spiel rein", sagte Otterstätter, "aber das Wichtigste ist ein Sieg." Er erhofft sich dadurch die nötige Ruhe, um in der dann folgenden dreieinhalbwöchigen Pause gut mit der Mannschaft arbeiten und auch etwas bewegen zu können.

Die Gäste schätzt es als körperlich stark und kompakt ein. Auch ohne Spielertrainerin Sina Heissler, die vor einer Woche gegen den HSV Lingfenfeld (12:12) nicht dabei war und wohl auch in der Rettichstadt nicht zum Leder greifen wird. "Da sind wir nicht bös drum", meinte Otterstätter. Beide Formationen haben sich im Vergleich zur Vorrunde, als Schifferstadt in Göllheim mit 19:16 gewonnen hat, in der Tabelle stark angenähert. Der TVS ist mit 18:18 Punkten Siebter, die HR liegen mit 17:19 Zählern nur einen Rang dahinter. Unter normalen Umständen rechnet der Übungsleiter mit einem Heimsieg. Dem im Weg steht auch Göllheim/Eisenbergs starke Keeperin Jasmin Hois.

Iris Buchenau hat nach ihrem mehrfachen Nasenbeinbruch wieder zwei Mal trainiert und steht im Aufgebot. Wie sie spielen wird, müsse man sehen, sagte ihr Trainer. Ansonsten laufen die Einheimischen mit unveränderter Formation auf. [ben]

15. März 2010

SPIELBERICHT
13.03.2010/18.00 Uhr
TG Waldsee - TV Schifferstadt 19 : 16 (9 : 9)

Dritte Niederlage in Folge beim Lokalderby in Waldsee


Der TV Schifferstadt musste sich in der Handball-Pfalzliga der Damen im umkämpften Lokalderby bei der TG Waldsee geschlagen geben. Vor 250 Zuschauern setzte sich der Aufsteiger nach lange ausgeglichenem Spielverlauf in einer gutklassigen interessanten Auseinandersetzung mit19:16 (9:9) durch hat im direkten Vergleich 3:1 Punkte geholt.

Die Premiere von Markus Otterstätter als TVS-Trainer war nicht von Erfolg gekrönt. Obwohl TVS-Torfrau Daniela Müller von fünf Siebenmetern vier hielt. Ihr Waldseer Gegenüber Eva Wahl fischte von vier Strafwürfen einen weg. "Man hat gemerkt, beide wollten gewinnen", sagte TG-Trainerin Anita Teutsch zur umkämpften Atmosphäre. Es sei Feuer drin gewesen, einige hätten ungeahnte Kräfte frei gesetzt.

Nach der Abtastphase und dem 0:2 glichen die Einheimischen aus. Fortan wogte das Geschehen hin und her, mal konnten die Gastgeberinnen vorlegen, mal die Rettichstädterinnen. Als Referee Rainer Spies, der 2/3 Zeitstrafen verhängte, zum Pausentee bat, war beim 9:9 noch alles offen. Nach Wiederbeginn ließ Teutsch Schifferstadts Goalgetterin Diana Otterstätter im halblinken Rückraum in Überzahl eng beschatten, später auch Paula Branco-Santos auf Halbrechts. Aus Teutschs Sicht der entscheidende Schachzug. Überhaupt sah sie ihre Hintermannschaft sehr gut aufgestellt. In Durchgang eins hatte sie zunächst links defensiver und rechts offensiver verteidigen lassen.

11:9 und 13:11 waren die weiteren Zwischenstände. Dann gelang Waldsee der entscheidende Vorstoß auf 19:14. "Ich bin hoch zufrieden", resümierte Teutsch und lobte vor allem ihre Abwehr und die insgesamt sehr disziplinierte, eng an der vorgegebenen Taktik ausgerichtete Spielweise ihre Eleven. Nadine Gabor auf Rechtsaußen hob sie hervor: Hundertprozent Wurfausbeute bei drei Versuchen. Beim Gast gefiel ihr insbesondere das Spiel von Linksaußen Katharina Huber: "Sie hat sich richtig gut entwickelt."

Einen Rat gab sie ihrem eigenen Verband, dessen Vizepräsidentin Lehrwesen sie ist: "Die Spiele sind in der Frauen-Pfalzliga sehr schnell. Auch diese Begegnungen sollte man mit zwei Schiedsrichtern besetzen."

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (4), Diana Otterstätter (4/3), Katharina Huber, Bianca Gerner, Paula Branco-Santos (je 2), Ann-Katrin Müller und Tanja Neumer (je 1). [ben]

12. März 2010

VORBERICHT
13.03.2010/18.00 Uhr
TG Waldsee - TV Schifferstadt

Markus Otterstädter im Lokalderby erstmals allein verantwortlich


Im Spiel eins nach Werner Kunt tritt der TV Schifferstadt in der Handball-Pfalzliga der Damen zum mit Spannung erwarteten Lokalderby bei der TG Waldsee an. Markus Otterstätter führt in der Rheinauenhalle am 13.03.2010 ab 18 Uhr erstmals selbständig Regie auf der Bank. "Ich glaube nicht, dass es einen Knacks gibt. Die Mannschaft wird es positiv angehen", sagte Otterstätter.

Kunt, der am Sonntag unmittelbar nach der Niederlage gegen Mundenheim zurückgetreten ist, war am Dienstag Gast im Training und hat sich bei gemeinsamen Getränken vom Team verabschiedet. Es gab keinen Krach, er geht nicht im Bösen. Deshalb hofft Otterstätter, dass der von Kunt mit seiner Demission intendierte positive Effekt für die Mannschaft, die sich am Sonntag noch zusammensetzte und die Situation besprochen hat, auch tatsächlich eintritt.

Die Trainingsbeteiligung war gut. Am Dienstag haben alle derzeit einsatzfähigen Spielerinnen trainiert, am Donnerstag waren es elf. "Man darf jetzt keine Wunder erwarten", dämpft Otterstätter. "Das, was man in so kurzer Zeit machen kann, habe ich durchgeführt." Großartige taktische Veränderungen werden aber nicht erfolgen.

In Waldsee geht er von einer ausgeglichenen Begegnung aus. Das Hinspiel endete 15:15 remis. Die TG als Fünfter (20:16 Punkte) und der TVS als Sechster (18:16) sind Tabellennachbarn. Er erwartet auch diesmal wieder, für seine unverändert auflaufenden Schützlinge ungewohnt, viele Zuschauer. "Wichtig wird, wie wir mit der großen Kulisse zurecht kommen", setzt er auf eine starke Psyche. "Es ist schwer zu sagen, aber wer die besseren Nerven hat, wird gewinnen."

TG-Trainerin Anita Teutsch erinnert sich gerne an das Hinspiel, wäre auch diesmal mit einem Unentschieden zufrieden und hofft auch diesmal wieder auf eine offene und ausgeglichene Partie. "Wir wollen an unsere bisherigen Leistungen anknüpfen und vor allem schönen interessanten Handball bieten", sagte die Schifferstadterin auf der Waldseer Bank. Das 12:21 in Lingenfeld ist abgehakt, glaubt sie. Sie verspricht eine hoch motivierte einheimische Sieben in Bestbesetzung. Brisanz sei in den Derbys schon traditionell vorhanden. Aber sie will keine überbordende Aggressivität sehen. Auf den einen oder anderen Ausrutscher des TV Schifferstadt angesprochen, meinte sie, einiges hänge sicherlich mit den Ausfällen von wichtigen Spielerinnen wie Iris Buchenau oder Julia Grün zusammen. Zudem merke man vielen Teams an, dass in der Rückrunde die Luft etwas raus sei. Positiv sieht sie die Entwicklung junger nachrückender Akteurinnen wie Katharina Huber. "Schifferstadts Außen waren zuletzt nicht schlecht. Darauf müssen wir achten", erklärte sie zur TG-Taktik. [ben]

07. März 2010

SPIELBERICHT
07.03.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - VTV Mundenheim 19 : 25 (10 : 13)

Werner Kunt tritt als Trainer sofort zurück


Werner Kunt ist nicht mehr Trainer des TV Schifferstadt in der Handball-Pfalzliga der Damen. Nach dem 19:25 (10:13) gegen die VTV Mundenheim vor 50 Zuschauern erklärte er seinen sofortigen Rücktritt. "Es macht keinen Sinn mehr", sagte er, "ich komme damit nicht mehr klar." Markus Otterstätter, der bisherige Co-Trainer, der erst nach der Saison hätte Chef werden sollen, übernimmt jetzt schon die Verantwortung.

"Das war nicht die Reaktion von der Mannschaft, die wir uns erhofft haben", beschrieb Kunt die aus seiner Sicht erneut ganz schwache Vorstellung seiner Ex-Schützlinge. Mundenheim, bereits Meister und weiter ohne Verlustpunkt, war ohne seine starken Jugendlichen und einige Leistungsträgerinnen angetreten. Trotzdem gelang es den Gastgeberinnen nicht, die Minimalforderung Kunts nach Einsatz, Rennen und Kämpfen auf dem Spielfeld umzusetzen. Keine Verbesserung, keine Fortschritte, fast alle zum wiederholten Male von der Rolle, niemand rief sein wahres Potenzial ab. "Ich musste die Konsequenzen ziehen, bevor vielleicht noch etwas passiert wäre", ließ er einen kleinen Einblick in sein Innenleben zu. Er hofft, dass sein Schritt die Mannschaft wach rüttelt.

Nach dem 1:0 lagen die Gastgeberinnen Mitte des ersten Durchgangs mit 4:6 zurück. Mundenheim nutzte im Gegensatz zu Schifferstadt seine Torchancen und baute den Vorsprung zunächst mit einer soliden Vorstellung aus und ließ sich mit zunehmender Spieldauer nicht mehr einholen. 6:11 (23. Spielminute), 10:13 beim Seitenwechsel und 18:21 (49.) waren die weiteren Stationen. Der TVS vergab drei Siebenmeter. Schiedsrichter Karl-Heinz Mischon verhängte in der harmlosen Auseinandersetzung jeweils fünf Hinausstellungen. Bei jetzt 18:16 Punkten bleiben die Rettichstädterinnen Mittelmaß, während die VTV den 18. Erfolg im 18. Saisonspiel einfuhren.

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (6/4), Katharina Huber, Bianca Gerner (je 3), Ann-Katrin Müller, Paula Branco-Santos (je 2) sowie Diana Otterstätter, Sarah Schott und Tanja Neumer (je 1). [ben]

05. März 2010

VORBERICHT
07.03.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - VTV Mundenheim

Der frischgebackene Meister gibt Visitenkarte ab


Der Meister kommt. Am 07.03.2010 präsentieren sich in der Handball-Pfalzliga der Damen beim TV Schifferstadt die VTV Mundenheim als frischgebackener Titelträger. Der Anpfiff in der Wilfried-Dietrich-Halle wird um 16 Uhr erfolgen. "Für mich geht's darum, dass sich die Mannschaft so präsentiert, wie sie's kann", ist für TVS-Trainer Werner Kunt das Resultat zweitrangig.

Mundenheim ist das Maß der Dinge: 17 Spiele, 17 Siege -- besser geht's nicht. Was macht diese Überlegenheit aus? Kunt nennt den flexiblen Rückraum, die sehr ausgeglichene Besetzung, die super "Bank" und gute Einzelspielerinnen wie Stefanie Katzdobler am Kreis, Sophie Götz, die aus der Distanz torgefährlich ist, oder Sabine Winkelmann, deren Spezialität im Durchsetzungsvermögen Eins gegen eins besteht. Das Hinspiel hat Schifferstadt mit 23:28 verloren und dabei lange mithalten können. "Wie ernst nehmen sie es noch? Treten sie komplett an?" Denn der Regionalliga-Nachwuchs Mundenheims spielt zeitgleich. Das sind Fragen, die für Kunt ebenfalls eine Rolle spielen.

Aber eigentlich will er nicht so sehr auf den Kontrahenten schauen: "In erste Linie ist maßgeblich, wie wir uns präsentieren." Denn mit dem bisher im Jahr 2010 Gezeigten kann niemand zufrieden sein. Die Mannschaft könne wesentlich mehr. Viel gesprochen wurde über den katastrophalen Auftritt zuletzt bei der HSG Eckbachtal nicht. Es sei bereits alles des Öfteren gesagt worden, zu diskutieren gäbe es jetzt nichts mehr, stellt der Übungsleiter klar. Er will sehen, dass Kampfbereitschaft und Einsatzwille vorhanden sind. Denn auch wenn es nicht so laufe, rennen und dagegen halten könne man immer. "Die Mannschaft hat versprochen, noch mal Gas zu geben bis zum Rundenende", sieht er seine unverändert auflaufenden Eleven jetzt in der Pflicht.

Kunt rechnet nicht unbedingt mit einer großen Kulisse. Ein volles Haus erwartet er eher in einer Woche beim Lokalderby schlechthin bei der TG Waldsee. [ben]

01. März 2010

SPIELBERICHT
28.02.2010/16.00 Uhr
HSG Eckbachtal - TV Schifferstadt 27 : 21 (9 : 10)

Schifferstadt unterliegt nach gruseliger Vorstellung deutlich


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt konnten sich bei der HSG Eckbachtal nicht durchsetzen. Vor 50 Zuschauern siegten die Gastgeberinnen mit 27:21 (9:10). „Man muss die Zuschauer bewundern, dass sie ihr Eintrittsgeld nicht zurückgefordert haben“, sagte TVS-Trainer Werner Kunt hernach zum Niveau der Partie.

Die Gastgeberinnen spielten nach Kunts Wahrnehmung schwach und präsentierten sich wie ein Absteiger. „Wir waren noch schlechter, das sagt alles“, war er konsterniert. Insbesondere die Deutlkichkeit der Schlappe erschreckte ihn. Offensichtlich reichten der Mannschaft die erzielten 20 Punkte und sie habe die Saison bereits angehakt, mutmaßte er nach dem emotionslosen Auftritt. „Ich werde eine Weile brauchen, bis ich das verarbeitet habe“, meinte er. „Eigentlich dachte ich, es geht nicht mehr schlimmer als bisher. Ich habe mich getäuscht.“ Im Training am kommenden Dienstag will er mit der Mannschaft besprechen, welche Ziele sie noch hat.

Schifferstadt versemmelte schon zu Beginn drei Siebenmeter und etliche klare Torchancen. Trotzdem gelang das 3:5 (15. Spielminute) und zur Pause das 9:10. Nach dem Wiederanpfiff von Michael Möhle (Schwegenheim), der 3/2 Hinausstellungen aussprach, wurde es noch schlimmer. Eckbachtal konnte nach dem 18:15 (46.) problemlos zwei wichtige Zähler für den Klassenerhalt einfahren. Bei den Gästen ging fortan gar nichts mehr, kein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage, kein Kampf, nichts.

Für Schifferstadt trafen Katharina Huber (5), Anja Gassert, Ann-Katrin Müller (je 3), Diana Otterstätter (3/1), Stefanie Müller, Sarah Schott (je 2), Sarah Weiß (2/1) und Bianca Gerner (1). [ben]

26. Februar 2010

VORBERICHT
28.02.2010/16.00 Uhr
HSG Eckbachtal - TV Schifferstadt

Unbequemer Gegner, kleine Halle - trotzdem solll ein Sieg her


Der TV Schifferstadt spielt am 28.02.2010 in der Handball-Pfalzliga der Damen bei der HSG Eckbachtal. Die Partie in der Sporthalle Freinsheim beginnt um 16 Uhr. "Eine ungewohnt kleine und enge Halle", meint TVS-Trainer Werner Kunt, "mal sehen, wie wir damit zurecht kommen."

Die Gastgeberinnen, die erst zwei Heimspiele gewonnen haben, wehren sich als Drittletzter (8:22 Punkte) gegen den Abstieg. Schifferstadt ist komfortabler Fünfter (18:12). Somit müsste mehr Druck auf den Einheimischen liegen, die HSG muss gewinnen und wird deshalb entsprechend motiviert mit der erforderlichen kämpferischen Einstellung zu Werke gehen. "Die werden über 60 Minuten Gas geben", erwartet der Schifferstadt Coach. Andererseits dürfe der TVS die unbequeme Aufgabe (Kunt: "Wir haben uns oft schwer getan") nicht zu locker angehen, mahnt der Übungsleiter. Wer am Ende aus dieser Konstellation einen Vorteil ziehen kann, bleibt abzuwarten. "Wir müssen früh genug die Weichen stellen, damit die keinen Aufwind bekommen", hofft Kunt.

Eckbachtal stellt eine robuste, mit viel Körpereinsatz agierende Deckung. Schifferstadt besitzt die beste Defensive der Liga. Ergo werde die Angriffsleistung über den Ausgang entscheiden, meint Kunt. Man müsse die Torchancen besser als zuletzt verwerten. Seine Defensive lässt er im gewohnten 6-0-Verband beginnen. Sollten Sandra Benz oder Janet Kirsch, die die meisten Tore HSG-Tore werfen, zu gefährlich werden, will er die Verteidigungsstrategie im Laufe der Partie unter Umständen ändern.

Personell treten die Rettichstädterinnen unverändert an. Die Trainingssituation hat sich nicht verbessert. Das Abschlusstraining am Donnerstag besuchten gerade einmal sechs Spielerinnen. Unter den Gesamtvoraussetzungen wird es sicher nicht einfach, den 26:18-Hinspielerfolg zu wiederholen. "Aber wir wollen gewinnen. Das sind Spiele, die muss man gewinnen", gibt es für Kunt kein Vertun in der Zielsetzung. Und dann kommt der designierte Meister VTV Mundenheim nach Schifferstadt. [ben]

22. Februar 2010

SPIELBERICHT
21.02.2010/19.30 Uhr
TV Schifferstadt - HSG Nußdorf/Landau/Godramstein 21 : 13 (10 : 8)

Nach Rhythmusfindung ganz ordentliches Spiel

Mit einem Erfolg gegen die HSG Nußdorf/Landau/Godramstein konnten die Handballerinnen des TV Schifferstadt in der Pfalzliga ihr Punktekonto auf 18:12 aufstocken. Vor 40 Zuschauern setzten sich die Gastgeberinnen mit 21:13 (10:8) durch. "Ich bin zufrieden", sagte TVS-Trainer Werner Kunt hernach.

Auch gegen Landau müsse man erst einmal mit acht Toren Differenz gewinnen, gab er zu bedenken. Nach dem Offenbarungseid im Angriffsspiel vor drei Wochen in Edigheim ist die Pause seinen Schützlingen offensichtlich nicht schlecht bekommen. Die Chancenauswertung war ob bisweilen unkonzentrierten Wurfverhaltens zwar erneut nicht ganz so gut - unter anderem wurden vier von sechs Siebenmetern vergeben - aber angesichts der wegen des Ausfalls von drei Rückraumspielerinnen notwendigen Umstellungen lief das TVS-Spiel ganz ordentlich. So tauchte beispielsweise Stefanie Müller erstmals für sie ungewohnt in der Aufbaureihe auf.

Zunächst brauchten die Einheimischen etwas, um ihren Rhythmus zu finden. Die Gäste legten das 1:4 (7. Spielminute) und 5:7 (18.) vor. Daniela Müllers Rückkehr ins Tor gab Sicherheit. Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Karl-Johan Steiner konnten die Gastgeberinnen zumindest die Initiative mit 10:8 an sich bringen. Zehn Minuten nach Wiederbeginn lautete der Zwischenstand 16:12. Damit war der Widerstand des Vorletzten gebrochen. Mit Kontern zogen die Rettichstädterinnen davon. Eine gute Vorstellung lieferten Schifferstadts Außenstürmerinnen Sarah Schott und Anja Gassert ab.

Kunt, der die Partie zur Standortbestimmung erkoren hatte, ist zunächst einmal sicher, dass jetzt nach unten in der Tabelle keine Gefahr mehr besteht. "Wenn nichts mehr hinsichtlich weiterer Verletzungen passiert, wird sich unsere Platzierung zwischen den Rängen vier und sechs einpendeln", glaubt er. Steiner verhängte eine Zeitstrafe gegen Schifferstadt und sechs gegen die Landauerinnen.

Für Schifferstadt trafen Anja Gassert (4), Diana Otterstätter (4/1), Sarah Schott (3), Sarah Weiß, Katharina Huber (je 2), Bianca Gerner (2/1) sowie Paula Branco-Santos, Tanja Neumer, Stefanie und Ann-Katrin Müller (je 1). [ben]

19. Februar 2010

VORBERICHT
21.02.2010/19.30 Uhr
TV Schifferstadt - HSG Nußdorf/Landau/Godramstein

Was bringt die Wundertüte diesmal zum Vorschein?

Der TV Schifferstadt spielt am 21.02.2010 in der Handball-Pfalzliga der Damen gegen die HSG Nußdorf/Landau/Godramstein. Die Partie beginnt zu einer ungewöhnlichen Zeit: Der Anwurf in der Wilfried-Dietrich-Halle wird erst um 19.30 Uhr erfolgen.

Sieht man sich die Tabelle an, kommt man nicht umhin, die Gastgeberinnen auf den Favoritenschild zu heben. Der TVS belegt mit 16:12 Punkten Platz sechs, die Gäste kämpfen als Vorletzte (8:22 Zähler) gegen den Abstieg. HSG-Trainer Markus Hellmann hat bereits kund getan, er möchte nicht als Absteiger zum Rundenende gehen. Zudem hat Schifferstadt das Hinspiel sehr deutlich mit 32:17 gewonnen. "Landau war damals grottenschlecht und wir haben einen echten Sahnetag erwischt", relativiert TVS-Coach Werner Kunt das Resultat. Die Hoffnung, dass dies erneut so sein könnte, ist nicht allzu groß. "Wir wissen nicht, wo wir stehen", meinte er. Lege man die Leistung beim letzten Auftritt in Edigheim zugrunde (10:19), so brauche sich Schifferstadt nicht nach oben zu orientieren, dann seien Gegner wie Landau eher "unsere Kragenweite". Aber seine Schützlinge seien für jede Überraschung gut.

Die Personalsituation hat sich nicht verbessert. Julia Grün, Iris Buchenau und Christine Heller fehlen noch länger. Buchenau wurde zwischenzeitlich an ihrem dreifachen Nasenbeinbruch operiert und kann frühestens in fünf Wochen zurückkommen. Bei Heller ist die endgültige Diagnose ob ihrer Knieprobleme noch nicht gestellt. Unabhängig davon, ob es sich tatsächlich um einen Kreuzbandriss handelt, wird sie in der laufenden Spielzeit kaum noch einmal zum Leder greifen können. Einige Spielerinnen können aus Studien- oder schulischen Gründen nicht so häufig trainieren. Am Donnerstag konnte Kunt lediglich sieben
Spielerinnen begrüßen. "Wir müssen wegen der Ausfälle umstrukturieren und lassen uns überraschen", sagte er. Ob nach der Faschingspause alle fit seien, müsse man sehen.

Landau ist für Kunt ein unberechenbarer Gegner ohne überragende Einzelkönner, der an einem guten Tag zumindest Kontrahenten bis ins Mittelfeld hinein schlagen kann. So hat die Sieben um Goalgetterin Olga Eichholz Mitte Januar mit 15:13 in Edigheim gewonnen. Andererseits habe Schifferstadt gegen die HSG stets gut ausgesehen, setzt er etwas auf den Status eines Angstgegners bei den Gartenstädterinnen. Als Problem sieht er die Tatsache an, dass die Motivation und das Engagement unter der Tabellensituation leiden. Für Schifferstadt geht weder nach oben noch nach unten viel. [ben]

05. Februar 2010

VORBERICHT
07.02.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - HSV Lingenfeld

Spiel gegen Lingenfeld fällt aus


Der TV Schifferstadt hätte am 07.02.2010 in der Handball-Pfalzliga der Damen den HSV Lingenfeld empfangen. Das Spiel wurde aber auf Bitten Schifferstadts mit Zustimmung des Aufsteigers verlegt, der neue Termin steht noch nicht fest. "Wir haben zu viele Verletzte und Kranke", sagte TVS-Trainer Werner Kunt. Julia Grün fehlt schon länger wegen ihrer Achillessehnenprobleme. Iris Buchenau hat im letzten Spiel in Edigheim einen dreifachen Nasenbeinbruch erlitten und muss operiert werden. Die Kreuzbandverletzung von Christine Heller ist noch nicht endgültig als starke Dehnung oder Riss identifiziert. Dazu kommen einige erkrankte Spielerinnen. Kunt konnte daher kaum jemand im Training begrüßen. [ben]

1. Februar 2010

SPIELBERICHT
31.01.2010/16.00 Uhr
TV Edigheim - TV Schifferstadt 19 : 10 (8 : 5)

Nach erneuter Enttäuschung erste Rückrundenniederlage


Was für eine Enttäuschung für die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt. Der TV Edigheim führte die Rettichstädterinnen vor 70 Zuschauern vor und schickte den Gast mit 19:10 (8:5) geschlagen nach Hause. 16:12 Punkte sind jetzt nur noch auf dem Schifferstadter Konto.

"Ich will nicht viel sagen", war TVS-Trainer Werner Kunt hernach wortkarg. Verständlicherweise, denn die bisher enttäuschenden Vorstellungen in der Rückrunde fanden vorerst in Edigheim ihren negativen Höhepunkt. Diesmal wurde die schwache Vorstellung von Schifferstadt nicht mit Punkten "honoriert". An Bianca Gerner, der Linksaußen, die erstmals im Tor stand, weil die etatmäßige Keeperin Daniela Müller erkrankt fehlte, lag es nicht. Für ihre Verhältnisse bot sie zwischen den Pfosten eine ansprechende Vorstellung, hielt unter anderem auch einen Siebenmeter.

Nach der 1:0- und 3:1-Führung (16. Spielminute) gerieten die Gäste auf die Verliererstraße. Vor allem ausschlaggebend: Die katastrophale Wurfausbeute, Edigheims Schlussfrau Nicole Hohn avancierte zu einem kaum überwindbaren Hindernis. Vier Strafwürfe vergeigte der TVS. Und so lief nach dem Seitenwechsel gar nichts mehr zusammen, hatten die Rettichstädterinnen keine Chance mehr. Der Widerstand erlahmte immer mehr, die Gäste fügten sich in ihr Schicksal.

Zu allem Übel sind zwei Ausfälle zu beklagen: Christine Heller schied schon vor der Pause mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung aus, Iris Buchenau musste nach dem Seitenwechsel mit einem wahrscheinlichen Nasenbeinbruch raus. Schiedsrichter Goswin Förster (Enkenbach) verhängte 2/3 Hinausstellungen.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (4/1), Sarah Weiß (4/2), Paula Branco-Santos und Stefanie Müller (je 1). [ben]

29. Januar 2010

VORBERICHT
31.01.2010/16.00 Uhr
TV Edigheim - TV Schifferstadt

Diesmal in Edigheim aussehen und vorne dran bleiben


Die Handballerinnen des TV Schifferstadt treten in der Pfalzliga auswärts an. Am 31.01.2010 um 16 Uhr ist der TV Edigheim im Schulzentrum Edigheim Gastgeber der Kunt-Schützlinge. "Wir wollen gewinnen, um vorne dran zu bleiben", sagte TVS-Trainer Werner Kunt. 3:1 Punkte, Platz vier nur zwei Zähler hinter dem Zweiten SG Wernersberg-Annweiler - der Rückrundenauftakt scheint für Schifferstadt geglückt zu sein. Aber halt nur scheinbar, denn mit der Einstellung und der Leistung seiner Eleven war Kunt nur teilweise zufrieden.

Tabellarisch sei man im Soll, bestätigte er, aber die Entwicklung mit den extremen Schwankungen bereitet ihm einiges Kopfzerbrechen. "Wir machen vor allem im Angriff zu wenig aus unseren Möglichkeiten", kritisiert er. Insbesondere bei der Chancenverwertung klemmt es nach wie vor. Er will diesmal nicht nur eine gute Halbzeit sehen, sondern hofft, dass Buchenau und Co. ihre Leistung über einen längeren Zeitraum abrufen.

Der Tabellenneunte Edigheim (9:17), der mit 207 Toren die am wenigsten erfolgreiche Offensive stellt, hat den Start der Rückserie total in den Sand gesetzt, verlor jeweils zu Hause gegen die HSG Landau (13:15) und den HSV Lingenfeld (16:19) und wartet jetzt seit drei Partien auf einen Erfolg. Aber man habe mit dem TVE zuletzt immer Probleme gehabt und gerade in der Chemiestadt selten gut ausgesehen, erinnert Kunt. Er kannnicht so recht ergründen, warum es beim Kontrahenten trotz weniger personeller Veränderungen so schlecht läuft. "Man muss mit allem rechnen", hebt er warnend den Finger.

Da der TVS bisher nur 224 Gegentreffer zugelassen hat, ist eine eher torarme Begegnung zu erwarten. Wie im Hinspiel, als sich die Rettichstädterinnen in einer nicht auf Pfalzliga-Niveau stattfindenden Begegnung mit 11:10 durchgesetzt haben. Edigheim vergab dabei sieben Siebenmeter. Zwei Minuten vor dem Ende markierte Tanja Neumer den 11:10-Siegtreffer. "Inzwischen habe ich noch schlimmere Sachen gesehen", meinte Kunt, "im Laufe einer Saison relativiert sich das."

Gerade die Stärke Schifferstadts, die Defensive, erfährt eine große Schwächung. Torfrau Daniela Müller fällt erkrankt aus. Da sie die einzige Keeperin ist, muss Linksaußen Bianca Gerner zwischen die Pfosten. "Wir müssen erst mal sehen, wie wir damit zurecht kommen", muss Kunt abwarten. Die Hintermannschaft müsse noch besser stehen, um Gerner zu unterstützen. Der Einsatz von Ann-Katrin Müller (Prüfungsstress) und Anja Gassert (muss wahrscheinlich arbeiten) ist fraglich. [ben]

25. Januar 2010

SPIELBERICHT
24.01.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - SC Bobenheim-Roxheim 15 : 12 (12 : 5)

Eine gute Halbzeit reicht für Platz 4


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt haben den SC Bobenheim-Roxheim vor 70 Zuschauern mit 15:12 (12:5) besiegt und ihr Punktekonto auf 16:10 Punkte aufgestockt. In der Tabelle bedeutetdies Platz vier.

Schifferstadt präsentiert sich in diesen Tagen wie eine Wundertüte - man weiß nie, was drin ist. Wie letzte Woche boten Müller und Co. wieder eine gute und eine ganz schwache Spielhälfte. Diesmal begannen die Kunt-Schützlinge in Durchgang eins ansprechend. "Das war so, wie ich mir das vorstelle", lobte TVS-Coach Werner Kunt den Auftritt der Seinen vor der Pause. Die Abwehr stand sicher, die Offensive entfaltete viel Druck auf das gegnerische Tor und dividierte Bobenheims Hintermannschaft läuferisch auseinander. Das 3:1 (8. Spielminute) wurde über 7:2 (14.) auf 12:5 ausgebaut.

Nach dem Wiederanpfiff von Referee Hans-Peter Schantz (Ludwigshafen) - er kam in dem fairen Match mit jeweils einer Zeitstrafe aus - war alles wie weggeblasen - obwohl bei den Gastgeberinnen personell oder taktisch nichts verändert wurde. Klar, die Gäste hatten nichts mehr zu verlieren und konnten alles auf eine Karte setzen. Dass aber bei Schifferstadt gar nichts mehr klappen wollte, ist nicht erklärbar. "Es weiß wahrscheinlich niemand, woran es liegt", rätselt Kunt, der den Einbruch verbal aufarbeiten will.

Der Zug zum Tor reduzierte sich beim TVS immer mehr, das SC-Gehäuse wurde nicht mehr getroffen und der Sportclub holte Treffer um Treffer auf. Mit zunehmender Verunsicherung ging die Konzentration verloren und die Verkrampfung, ja fast Angst nahm zu. Als es in der Schlussphase nur noch 14:12 stand, war das große Zittern bei den Einheimischen längst ausgebrochen. Am Ende retteten die Rettichstädterinnen den Sieg über die Zeit. Der TVS ließ zwei Strafwürfe ungenutzt, Torfrau Daniela Müller wehrte einen ab.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (3/1), Bianca Gerner, Iris Buchenau, Paula Branco-Santos, Anja Gassert, Christine Heller (je 2), Stefanie Müller und Eva Kühhirt, (je 1). [ben]

22. Januar 2010

VORBERICHT
24.01.2010/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - SC Bobenheim-Roxheim

Sieg oder Tristesse im Mittelfeld


Die Handballerinnen des TV Schifferstadt erwarten in der Pfalzliga den SC Bobenheim-Roxheim zum ersten Punktspiel in heimischen Gefilden im neuen Jahr. Am 24.01.2010 um 16 Uhr wird die Begegnung in der Wilfried-Dietrich-Halle beginnen. Abzuwarten bleibt, wie die Reaktion der Mannschaft auf das 22:22 in Mutterstadt ausfällt.

"So eine Leistung geht nicht so oft", sagte TVS-Trainer Werner Kunt in der Rückschau auf das Match bei der TSG. Vor allem mit Blick auf die kommenden drei Gegner Bobenheim-Roxheim, Edigheim und Lingenfeld müsse man sich gewaltig steigern. In der verbalen Aufarbeitung der schwachen Vorstellung in der Nachbarschaft wurde weniger diskutiert. Kunt verdeutlichte noch einmal die Marschrichtung und hofft, dass sich seine Schützlinge daran halten. "Die Mannschaft muss beweisen, dass sie mehr drauf hat", sieht er seine Spielerinnen in der Pflicht. Die Runde sei noch nicht zu Ende, man könne es nicht einfach laufen lassen. Kunt hört zwar nach Saisonende auf, aber sein Nachfolger Markus Otterstätter ist als Co-Trainer bereits eingebunden. "Ich weiß nicht, wie er es sieht", äußerte Kunt, "aber er wird sich auch seine Gedanken machen, auf wen er nächstes Jahr bauen kann."

Das Hinspiel hat der TVS mit 19:22 verloren. Schifferstadt ließ dabei viele Gegentore über die Außenpositionen zu. "Das darf uns diesmal nicht passieren. Bobenheim hat Fortschritte gemacht. Das wird schwierig", schätzt er die Arbeit des neuen SC-Übungsleiter Hans Mentzel. Das Rückzugsverhalten erfolgt viel rascher, Bobenheim-Roxheim erzielt mehr Treffer nach Kontern. Und eine Nadine Valnion in Wurflaune will er auch nicht unbedingt erleben: "Wir müssen sie im Auge behalten."

Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, dass Schifferstadt in unveränderter Formation gewinnen muss, um Platz zwei in Reichweite zu behalten. Die SG Wernersberg-Annweiler ist Zweiter (18:6 Punkte), Bobenheim-Roxheim (16:8) belegt Rang drei und der TVS (14:10) ist Fünfter. In der Bedeutungslosigkeit des Mittelfelds zu versinken ist nicht nach Kunts Geschmack. Hoffentlich auch nicht nach dem seiner Mannschaft. [ben]

18. Januar 2010

SPIELBERICHT
16.01.2010/19.00 Uhr
TSG Mutterstadt - TV Schifferstadt 22 : 22 (14 : 7)

Ziele und Einstellung nicht im Einklang


"Mir fällt wirklich nichts Positives dazu ein, aber so geht's jedenfalls nicht." Werner Kunt, Trainer der Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt, war nach dem Lokalderby bei der TSG Mutterstadt gar nicht gut auf seine Schützlinge zu sprechen. Vor 80 Zuschauern trennte man sich 22:22 (14:7).

Eigentlich wollten die Gäste nach dem 9:14 im Hinspiel etwas gutmachen. Als Ziel war vereinbart, die beste Rückrundenmannschaft zu werden. Indes, außer den Trainern scheint niemand diese Zielsetzung wirklich verinnerlicht zu haben. Zu dürftig war das Engagement in Mutterstadt, zu ungenügend die Einstellung jeder einzelnen Spielerin. Wie taktisch fast naiv sich die numerisch beste Deckung der Liga gegen TSG-Kreisspielerin Nela Cule insbesondere in Durchgang eins präsentierte, machte Kunt sprachlos: "Ich habe noch nie eine solch schlechte erste Halbzeit der Mannschaft gesehen." In der Pause begleitete er seine Eleven nicht in die Kabine und hielt sich auch nach dem Seitenwechsel mit Anweisungen zurück.

Da die Meisterschaft zugunsten Mundenheims entschieden ist und nach unten in der Tabelle keine Gefahr mehr besteht, vermutet er eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber der weiteren Entwicklung. Vielleicht trage unterschwellig auch seine selbst gewählte und bereits verkündete Demission zum Rundenende zu der Motivationslosigkeit bei, überlegt er.
Auf alle Fälle erwartet er mehr, als nur zwei Mal zu trainieren und am Wochenende zu spielen. Man müsse sich auch einmal einen Gegner persönlich anschauen und sich nicht nur auf das Verlassen, was der Trainer einem vorgebe. Die Woche über will er das Geschehen von Mutterstadt verbal aufarbeiten und über Konsequenzen nachdenken: "Es muss etwas passieren."

Nach dem 3:3 (5. Spielminute) lösten sich die Gastgeberinnen über 9:4 (18.) auf 13:7 (28.). Die Schifferstadter 6-0-Deckung öffnete gegen den ungefährlichen gegnerischen Rückraum immer wieder die Lücken, die Cule mit cleveren Sperre-Absetzen-Aktionen zu ihren Toren nutzte. Von ihren zwölf erzielten Treffern markierte sie elf auf diese Art und Weise. Bis zum 19:10 sah Mutterstadt wie der sichere Sieger aus. Erst als bei den Gastgeberinnen die Kräfte zusehends nachließen, wendete sich das Blatt. Die Rettichstädterinnen holten Tor und Tor auf und glichen zum 22:22 (56.) aus. Der Sieg war in der hektischen Schlussphase sogar noch möglich, aber beide Teams brachten nichts mehr Konstruktives zustande. Die Einheimischen verwandelten alle drei Siebenmeter, während Schifferstadt nur einen von vier einnetzen konnte. Referee Ute Kreiselmeier (Ruchheim) verhängte jeweils vier Zeitstrafen.

Für Schifferstadt trafen Bianca Gerner, Iris Buchenau (je 4), Diana Otterstätter (3), Sarah Schott, Katharin Huber (je 2), Christine Heller (2/1), Sarah Weiß, Stefanie Müller, Eva Kühhirt, Paula Branco-Santos und Anja Gassert (je 1). [ben]

15. Januar 2010

VORBERICHT
16.01.2010/19.00 Uhr
TSG Mutterstadt - TV Schifferstadt

Gewinnt das nach Werner Kunts Ansicht bessere Team?


Die Handballerinnen des TV Schifferstadt laufen am 16.01.2010 in Mutterstadt auf. Zum Rückrundenauftakt in der Pfalzliga steht gleich das Lokalderby bei der TSG auf dem Spielplan. Die Partie in der TSG-Sporthalle wird um 19 Uhr beginnen. "Wir haben noch etwas gut zu machen und wollen gewinnen", machte TVS-Coach Werner Kunt eine klare Ansage.

Mutterstadt hat sich beim Saisonauftakt mit 14:9 in Schifferstadt durchgesetzt und gehörte in der Folge mit 8:4 Punkten zunächst zum Vorderfeld. Zuletzt lief es aber nicht mehr so gut. Mit drei Niederlagen beendete die Sieben um Klasse-Kreisläuferin Nela Cule die Hinrunde und steht aktuell mit 10:12 Zählern auf Rang sieben. Auffällig ist, dass die TSG schon drei Mal in heimischer Umgebung verloren hat. Auch der Wechsel auf der Trainerposition von Jutta Bilek zu Daniela Engelmann konnte den Leistungsabfall nicht verhindern.

Die Leistungskurve zeigte bei den Rettichstädterinnen nach dem enttäuschenden Auftakt dagegen stetig nach oben. 13:9 Punkte lassen die Vize-Meisterschaft (derzeit ist die SG Wernersberg-Annweiler mit 16:6 Zählern Zweiter) noch erreichbar erscheinen. "Wenn alles normal läuft, müssten wir gewinnen, denn wir haben die bessere Mannschaft", meint Kunt. Er sieht läuferische Vorteile und die stärkere Deckung (mit 190 Gegentreffern die beste der Liga) auf Seiten der Gäste. Die Vorzeichen seien anders als im Hinspiel, Mutterstadt habe zuletzt nicht überzeugen können. "Ich hoffe nicht, dass sich das gegen uns ändert", sagte er. Aber er warnt auch: "Derbys haben ihren eigenen Charakter."

Kunt will an die Vorstellung der Seinen in der zweiten Halbzeit beim Pokalaus gegen Kandel anknüpfen. Ein Sieg sei notwendig, um eine guteRückrunde zu spielen. Paula Branco-Santos kehrt zurück, so dass mit "Jule" Grün nur eine Akteurin fehlt. Man wolle sich schnell auf den Gegner und die Gegebenheiten vor Ort einstellen und vor allem über Gegenstöße zum Erfolg kommen. Kunt erwartet nicht, dass die Gastgeberinnen noch wie unter Bilek mit zwei Kreisläuferinnen agieren. [ben]

11. Januar 2010

SPIELBERICHT POKALSPIEL
10.01.2010/18.00 Uhr
TV Schifferstadt - TSV Kandel 23 : 28 (7 : 15)

Zweite Halbzeit versöhnt für Pokalaus


Die Handballerinnen des TV Schifferstadt sind aus dem Pokalwettbewerb ausgeschieden. Der Pfalzligist unterlag dem favorisierten Oberligisten TSV Kandel vor 80 Zuschauern mit 23:28 (7:15). "Für die Vorbereitung auf die Rückrunde war das gegen einen guten Gegner in Ordnung", resümierte TVS-Coach Werner Kunt.

Die Gastgeberinnen verschliefen die ersten zehn Spielminuten total und lagen mit 1:8 zurück. "Ich weiß nicht, ob es an unserer Jahresabschlussfeier gelegen hat", sagte Kunt angesichts der Schlafmützigkeit seiner Schützlinge. Die eine oder andere Spielerin erhielt in der Nacht vor dem Match möglicherweise nicht ausreichend Schlaf, meinte er mit einem Augenzwinkern nicht ganz ernsthaft. Im weiteren Spielverlauf steigerte sich Schifferstadt zusehends.

Nach Wiederbeginn entwickelten die Einheimischen viel Druck im Spiel nach vorne, waren über den Kreis erfolgreich und holten auf 19:23 (52. Spielminute) und 21:24 (54.) auf. Wenn die Torchancen besser verwertet worden wären, wäre vielleicht sogar noch die Wende möglich gewesen.

Überraschend hatten die TVlerinnen gegen die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetretenen Gäste konditionelle Vorteile. Kunt ließ die Abwehr gegen Ende noch offensiver agieren. Es half aber nichts mehr: "Wir mussten etwas riskieren. Die Höhe der Niederlage war dann egal." Der Übungsleiter war mit den zweiten Spielabschnitt zufrieden. "Wenn wir das umsetzen können, kann es so laufen, wie wir uns das vorstellen", ist er optimistisch. Abgesehen von der erneut nicht ausreichenden Wurfausbeute ist die Zahl der technischen Fehler noch viel zu hoch. Die körperliche Verfassung der Rettichstädterinnen ("Es war kein durch die Spielpause verursachter Substanzverlust erkennbar") ist gut. Die Unparteiischen Geier/Schantz verhängten in der fairen Begegnung insgesamt lediglich zwei Zeitstrafen gegen die Südpfälzerinnen.

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (6/2), Ann-Katrin Müller, Iris Buchenau (je 4), Tanja Neumer, Stefanie Müller, Diana Otterstätter (je 2), Sarah Schott, Christine Heller und Anja Gassert (je 1). [ben]

08. Januar 2010

VORBERICHT POKALSPIEL
10.01.2010/18.00 Uhr
TV Schifferstadt - TSV Kandel

Markus Otterstädter folgt Werner Kunt als Trainer


Zum Auftakt im neuen Jahr bestreiten die Handballerinnen des TV Schifferstadt am 10.01.2010 ein Pokalspiel. Der Pfalzligist erwartet in der dritten Runde des Pfalzcups Oberligist TSV Kandel. Um 18 Uhr wird die Begegnung in der Wilfried-Dietrich-Halle von den Ludwigshafener Unparteiischen Axel Geier und Hans-Peter Schantz angepfiffen.

Wichtiger als das Spiel ist zunächst eine Personalie: Werner Kunt beendet nach dieser Spielzeit seine Tätigkeit als Schifferstadter Trainer. "Nach dreieinhalb Jahren schleichen sich
Abnutzungserscheinungen ein", erklärte der 60jährige, "und zudem bin ich auch nicht mehr der Jüngste." Die Nachfolge bleibt in der Familie: Schwiegersohn und Co-Trainer Markus Otterstätter, mit Kunts Tochter und TV-Spielerin Diana verheiratet, übernimmt die alleinige Verantwortung auf der Bank.

Kunt wollte unbedingt diese Pokalrunde erreichen, um das Match gegen einen guten Gegner als Vorbereitung auf die Rückrunde zu nutzen. Diese beginnt am 16. Januar mit der Partie bei der TSG Mutterstadt. Seit Anfang der Woche trainiert Schifferstadt wieder. "Wir wollen sehen, dass wie einigermaßen vernünftig aus dem Spiel herausgehen", sagte er zur Zielsetzung. Kandel ist Favorit und ein Weiterkommen für die Gastgeberinnen zweitrangig. Zumal er damit rechnet, dass auch die Gäste die Aufgabe mit dem nötigen Ernst angehen werden.

Paula Branco-Santos und Julia Grün fehlen bei den Rettichstädterinnen. Linkshänderin Branco-Santos tritt im Januar wegen Prüfungen kürzer. Bei Grün haben sich die Achillessehnenprobleme noch nicht soweit gebessert, dass man ein Mittun verantworten könnte. "Warum sollen wir das Risiko eines Achillessehnenrisses eingehen?", fragte Kunt. "Die Meisterschaft ist zu Gunsten Mundenheims entschieden und es geht nur noch um die Plätze dahinter." Schließlich wolle "Jule" Grün ja noch länger spielen. Kandel spielt in der Oberliga bisher eine gute Rolle. Mit 15:11 Punkten belegen die von Jens Rührer gecoachten Südpfälzerinnen Platz sechs. Allerdings hat die Formation, die Schifferstadt in der Kandeler Aufstiegssaison am 25. November 2007 mit 20:19 geschlagen hat, nur noch wenig mit der heutigen gemeinsam. Vom TV Dudenhofen kamen die Regionalliga erfahrenen Evelyn Raunft, Anna Heib und Torwart Melanie Wagner im letzten Sommer zum TSV. Nadine Wüst und Melanie Schweigert kehrten aus Wörth zurück. Die meisten Tore warf zuletzt Nicole Geiger.

Für Kandel ist es der erste Auftritt im laufenden Pokalwettbewerb. Schifferstadt hat zuvor 27:12 beim A-Ligisten 1. FC Kaiserslautern gewonnen. [ben]

21. Dezember 2009

SPIELBERICHT
19.12.2009/16.00 Uhr
1. FC Kaisersautern - TV Schifferstadt 27 : 12 (14 : 5)

Locker im Pokal weiter - und jetzt gegen Kandel


Ungefährdet erreichten die Handballerinnen des TV Schifferstadt die nächste Pokalrunde. Der Pfalzligist setzte sich beim A-Klassen-Vertreter 1. FC Kaiserslautern vor 30 Zuschauern mit 27:12 (14:5) durch. Damit ist am 10. Januar das angestrebte Vorbereitungsspiel auf die Rückserie gegen Oberligist TSV Kandel Fakt.

Schifferstadt spulte sein Pensum ab ohne zu Glänzen. Der Gegner konnte den Gast in keiner Phase ernsthaft fordern. Nach dem 1:5 und 2:9 war rasch klar, in welche Richtung sich die faire Begegnung - Schiedsrichter Neunzling verhängte insgesamt nur eine Zeitstrafe gegen die Lauterer - entwickeln würde. Der Favorit setzte sich kontinuierlich weiter ab. Nur zu Beginn des zweiten Spielanschnitts fand TVS-Coach Werner Kunt den Auftritt der Seinen etwas zu locker. Nach seinem Ordnungsruf lief alles in erwarteten Bahnen. Kunt ließ seine Deckung probeweise offensiver in einer 5-1-Formation agieren. "Das hat mit Abstrichen geklappt", sagte er zu der Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Die Zahl der technischen Fehler war ob des langweiligen Spielverlaufs und daraus resultierender nachlassender Konzentration etwas zu hoch. Ihren Einstand im Dress der Rettichstädterinnen gab Thithuterin Nguyen, die aus der Mannheim Kreisklasse kam. Nach einem Kreuzbandriss fängt die Linksaußen und Kreisläuferin wieder langsam an. Schifferstadt legt jetzt eine Pause ein und beginnt am 4. Januar wieder mit dem Trainingsbetrieb.

Für Schifferstadt trafen Ann-Katrin Müller, Katharina Huber (je 4), Sarah Weiß (4/3), Sarah Schott, Paula Branco-Santos (je 3), Tanja Neumer, Bianca Gerner (je 2), Iris Buchenau (2/1), Thithuterin Nguyen, Christine Heller und Stefanie Müller (je 1). [ben]

17. Dezember 2009

VORBERICHT
19.12.2009/16.00 Uhr
1. FC Kaisersautern - TV Schifferstadt

Zum Abschluss eine weite Pokal-Reise


Zum Jahresausklang bestreiten die Handballerinnen des TV Schifferstadt am 19.12.2009 ein Pokalspiel. Die Rettichstädterinnen gastieren beim Kreisklassisten 1. FC Kaiserslautern. Um 16 Uhr wird die Begegnung in der Sporthalle des Schulzentrums Kaiserslautern beginnen.

"Das Weiterkommen ist absolute Pflicht", sagte TVS-Coach Werner Kunt, "denn in der nächsten Runde spielen wir gegen Kandel." Und dieses Match gegen den Oberligisten am zweiten Januar-Wochenende will Kunt als sehr gute Vorbereitung auf die Rückrunde nutzen. "Eine Niederlage würde mich wirklich sprachlos machen." Und wohl auf die Stimmung bei der anschließenden Weihnachtsfeier drücken.

Kaiserslautern hat sich in der Staffel 1 der Kreisklasse A ungeschlagen mit 15:1 Punkten die Halbzeitmeisterschaft geholt. Bei der zweiten Schifferstadter Vertretung haben die Westpfälzerinnen mit 27:13 gewonnen. Jenny Carpio und Patricia Burkhart werfen in der Regel die meisten Tore.

Kunt zweifelt nicht an einer ausreichenden Motivation seiner Mannschaft. Auch unterschätzen werde man den Kontrahenten nicht. "Wenn wir richtig Gas geben, können wir vielleicht taktisch das Eine oder Andere, vor allem in der Abwehr, ausprobieren", meinte er.

Klaudia Jester, die zu Saisonbeginn noch im Schifferstadter Aufgebot stand und ihre letzte Saison spielen wollte, hat sich zwischenzeitlich endgültig als Nachwuchstrainerin zur TSG Friesenheim verabschiedet. [ben]

14. Dezember 2009

SPIELBERICHT
13.12.2009/18.00 Uhr
SG Wernersberg-Annweiler - TV Schifferstadt 20 : 17 (12 : 9)

Niederlage für Schifferstadt im Spitzenspiel


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt haben ihr letztes Vorrundenspiel in Annweiler verloren und gehen mit 13:9 Punkten in die Pause. Vor 60 Zuschauern siegte die SG Wernersberg-Annweiler mit 20:17 (12:9) und "überwintert" auf Platz zwei. Schifferstadt ist Fünfter.

"Man kann dort verlieren", sagte TVS-Trainer Werner Kunt. "Aber wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, die dem Gegner Kontertore ermöglichten", ergänzte er, "und das ist in so einem Spiel nun mal tödlich." Dem Gast gelang das 0:1. Danach wogte das Geschehen bis zum 10:9 hin und her, ehe zwei Schifferstadter Fehler den Gastgeberinnen innerhalb einer Minute zwei Kontertreffer zum 12:9 ermöglichten. In Durchgang zwei konnte Wernersberg-Annweiler eine knappe Führung behaupten, ließ den TVS nicht näher als auf zwei Tore herankommen (19:17). Auch mit einer offenen Deckung konnte die Formation aus der Rettichstadt nichts mehr an der Niederlage ändern.

"Die Mannschaft hat gut gespielt", war TVS-Trainer Werner Kunt so unzufrieden nicht. Schließlich mussten die Gäste ersatzgeschwächt auflaufen, während die Einheimischen in ihrer stärksten Formation agieren konnten. Daniela Müller im Tor und Linksaußen Bianca Gerner zeigten sich im Vergleich zu den letzten Begegnungen verbessert, haben aber noch nicht wieder ihr wahres Leistungsvermögen erreicht. Tanja Neumer bot mit vier Treffern eine erfreuliche Vorstellung.

Gar nicht gut zu sprechen war Kunt auf Schiedsrichter Bernd Geislinger (Pirmasens): "Das war eine schwache Leistung von ihm, beinahe eine Katastrophe." Mit der Schritteregel könne Geislinger nichts anfangen, zürnte Kunt, der sich sonst mit Schiedsrichterschelte eher zurückhält. Bei den Stürmerfoulentscheidungen und dem Zeitstrafenverhältnis sah er die Seinen nach der Pause sogar benachteiligt. Geislinger schickte einmal eine Wernersbergerin, aber fünf Mal eine Schifferstadterin für zwei Minuten auf die Strafbank.

Für Schifferstadt trafen Tanja Neumer (4), Sarah Weiß (4/3), Iris Buchenau (3), Bianca Gerner, Katharina Huber (je 2), Ann-Katrin Müller und Sarah Schott (je 1). [ben]

11. Dezember 2009

VORBERICHT
13.12.2009/18.00 Uhr
SG Wernersberg-Annweiler - TV Schifferstadt

Wer feiert Weihnachten als Tabellenzweiter?


Ein "Endspiel um die Vize-Halbzeit-Meisterschaft" bestreitet der TV Schifferstadt am 13.12.2009 in der Handball-Pfalzliga der Damen. Die Rettichstädterinnen gastieren im letzten Vorrundenmatch als Dritter beim Zweiten SG Wernersberg-Annweiler. Um 18 Uhr wird die Begegnung in der Sporthalle der Grundschule Annweiler beginnen.

Die Gastgeberinnen haben 14:6 Zähler auf dem Konto, Schifferstadt 13:7. Würde sich der TVS durchsetzen, könnte er die Wasgau-Truppe überholen. "Wir spielen, wenn man so will, hinter Mundenheim um die goldene Ananas", sagte TVS-Coach Werner Kunt, der in der Leitung des Donnerstag-Training ob seiner beruflich bedingten Abwesenheit von Iris Buchenau vertreten wurde. Aber selbst bei einer Niederlage gebe es ja noch die Rückrunde, meint er. Er sieht sich derzeit fünf, sechs Mannschaften um die Vizemeisterschaft streiten.

Kunt geht von einer offenen engen Begegnung, in der die Tagesform entscheiden wird, aus. Ohne Julia Grün und Diana Otterstätter fehlt dem Gast die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Bei Wernersberg-Annweiler sei dies aber ähnlich, so dass man auf das bewährte defensive 6-0-Abwehrsystem zurückgreifen werde, kündigte er an. Ein aus seiner Sicht probates Mittel, um Tore über den Kreis zu verhindern beziehungsweise den Schwerpunkt auf der rechten Aufbauposition der SG einzudämmen. Zudem hofft er, dass Torfrau Daniela Müller wieder aufsteigende Form zeigen kann. "Vielleicht liegen sie uns, wir haben uns oft leicht getan", erinnert er sich gerne an frühere Duelle. "Warumsollten wir dort nicht gewinnen können?", fragt er unter Hinweis auf die ständigen Überraschungen in der Liga.

Die Einheimischen spielen mit einer im Vergleich zur Vorsaison kaum veränderten Formation, haben aber mit Jörg Roese einen neuen Verantwortlichen. Nach sechs Siegen in Serie unterlag die SG letzte Woche unerwartet mit 20:22 bei Aufsteiger Lingenfeld. Schifferstadt konnte zuletzt 9:3 Punkte en bloc holen, verlor lediglich in Mundenheim. Nach Kunts Ansicht wird die Sieben sich durchsetzen, die es eher schafft, einfache Tore durch Konter zu erzielen. [ben]

07. Dezember 2009

SPIELBERICHT
06.12.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TV Ruchheim II 27 : 18 (11 : 8)

Pflichtsieg auch ohne Grün und Otterstädter ungefährdet


Der TV Schifferstadt hat in der Handball-Pfalzliga der Damen den erwarteten Erfolg eingefahren. Vor 50 Zuschauern besiegten die Kunt-Schützlinge den Tabellenletzten TV Ruchheim II mit 27:18 (11:8). Die Rettichstädterinnen haben jetzt 13:7 Punkte auf dem Konto und liegen vor dem letzten Vorrundenmatch bei der SG Wernersberg-Annweiler nur noch einen Zähler hinter Rang zwei zurück.

„Ich bin unter diesen Umständen zufrieden“, sagte TVS-Coach Werner Kunt. „Man konnte nicht zu viel erwarten.“ Aber 18 Gegentore seien eigentlich zu viel. Ohne die beiden starken Rückraum-Werferinnen Julia Grün und Diana Otterstädter mussten die Gastgeberinnen erst einmal zu ihrem Spiel finden. Eine Gefahr zu verlieren bestand gegen das Schlusslicht trotzdem nie. Schifferstadt musste ohne Distanzwürfe auskommen. Paula Branco-Santos hatte eine gute Wurfausbeute zu verzeichnen, genauso Ann-Katrin Müller. Christine Heller bekam mehr Spielanteile und zeigte in Abwehr und Angriff eine gute Leistung. Sarah Weiß scheiterte bei sechs Versuchen nur einmal beim Strafwurf. Iris Buchenau konnte einen siebten zunächst nicht verwandeln, netzte aber den Nachwurf ein.

Nach dem 1:2 riss der TVS die Initiative an sich und lag fortan immer in Führung (6:4, 10:6). Aber fünf guten Minuten folgten stets fünf schwächere Minuten mit einigen Unkonzentriertheiten. Fang— und Abspielfehler, einige Flüchtigkeitsfehler beim Kontern – so sah das phasenweise aus. Ab der 45. Spielminute legten die Gastgeberinnen noch eine Schippe drauf und bauten ihren Fünf-Tore-Vorsprung noch zu einem deutlichen Sieg aus. Schiedsrichter Manfred Huthmacher (Albersweiler) kam in dem sehr fairen Match mit jeweils einer Zeitstrafe aus.

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (6/5), Paula Branco-Santos (5), Ann-Katrin Müller, Iris Buchenau (je 4), Katharina Huber, Christine Heller (je 2) sowie Stefanie Müller, Sarah Schott, Bianca Gerner und Anja Gassert
(je 1). [ben]

04. Dezember 2009

VORBERICHT
06.12.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TV Ruchheim II

Trotz der Ausfälle will Schifferstadt gewinnen


Der TV Schifferstadt spielt am 06.12.2009 in der Handball-Pfalzliga der Damen zu Hause. Gegen den TV Ruchheim II, seines Zeichens ohne Pluspunkt Träger der roten Laterne des Schlusslichts, zählt nichts anderes als ein Sieg. Der Anpfiff in der Kreissporthalle wird um 16 Uhr ertönen.

"Man sollte es von der Tabelle her annehmen", bestätigte TVS-Coach Werner Kunt diese Einschätzung. Aber neben Julia Grün fehlt im Rückraum auch Diana Otterstätter. Sie holt zusammen mit Co-Trainer Markus Otterstätter ihre Hochzeitsreise nach. Diese Ausfälle müsse man kompensieren, so Kunt, "das muss auch gegen den Tabellenletzten erst mal funktionieren." Die jüngeren Spielerinnen bekommen mehr Spielanteile.

Kandidatinnen für die Aufbaupositionen sind neben den mehr erfahrenen Iris Buchenau und Paula Branco-Santos auch Sarah Weiß, Tanja Neumer und Christine Heller. Heller fehlte allerdings bei der Diensttags-Trainingseinheit wegen Grippesymptomen. Ihr Auflaufen ist zumindest gefährdet. "Sie können es, sie müssen es nur zeigen", vertraut Kunt seinen Akteurinnen. Aber nicht nur aus dem Rückraum müsse mehr kommen, auch mit dem Offensivspiel seiner Außenstürmerinnen ist er noch nicht zufrieden. Die "Schifferstadter Krankheit", die nur mäßige Chancenverwertung, muss jetzt endlich auskuriert werden.

Ruchheim war bisher zwei Mal in der Nähe eines Punktgewinns: Beim 17:18 gegen die TG Waldsee und beim 14:15 in Edigheim. Problematisch für die Gäste ist ihre mit Abstand schwächste Abwehr (bisher 231 Gegentreffer). Trainerin Sylvia Langhorst will mit ihren Schützlingen eigentlich auf einem einstelligen Tabellenplatz landen. Aber davon ist die Reserve des Oberligisten derzeit sehr weit entfernt.

Kunt sieht die Gäste-Sieben im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Im Rückraum sind Martina Storzum und Linkshänderin Jenny Höbel zu beachten. Wenn der TVS seine gewohnte Abwehrstärke an den Tag legen kann, sollte nichts anbrennen. Gewinnen Gerner und Co. gegen Ruchheim, wartet eine Woche später bei der SG Wernersberg-Annweiler wieder ein Spitzenspiel. [ben]

30. November 2009

SPIELBERICHT
29.11.2009/16.00 Uhr
HR Göllheim/Eisenberg - TV Schifferstadt 16 : 19 (9 : 11)

Der Sieg war das wichtigste


"Das war ein typisches Göllheim-Spiel", sagte Werner Kunt, Trainer der Schifferstadter Pfalzliga-Handballerinnen, nach dem Match. "Gegen die spielen wir immer ganz schlecht." Immerhin setzte sich der TV Schifferstadt vor 120 Zuschauern bei der HR Göllheim/Eisenberg mit 19:16 (11:9) durch und kann sich mit 11:7 Punkten weiter nach oben orientieren. Julia Grün wurde beim Gast im Rückraum und in der Deckung vermisst. "Wir können sie derzeit nicht ersetzen", bedauerte Kunt. Das Fehlen der Aufbauspielerin kann aber nicht als Entschuldigung für die schlimme, nach seiner Bewertung grottenschlechte Vorstellung der Seinen herhalten.

Auf beiden Seiten passierten viele Fang- und Abspielfehler. Selbst die 7:3-Führung nach einer Viertelstunde gab den Rettichstädterinnen keine Sicherheit. Insbesondere das Wurfverhalten der Gäste gegen die gut aufgelegte HR-Keeperin Jasmin Hois stellte Kunt zum wiederholten Male vor ein Rätsel. Neben vier Siebenmetern wurden etliche gute Gelegenheiten ausgelassen. "Wir haben Riesenprobleme, uns auf Torfrauen einzustellen", monierte der Übungsleiter. "Obwohl sie wussten, wo Hois stark ist und wo sie steht, haben sie meistens flach in die kurze Ecke geworfen", hatte er kein Verständnis für den wenig flexiblen Torabschluss seiner Schützlinge. "Die Fehlerzahl war schon extrem. Normalerweise müssen wir viel klarer gewinnen", meinte Kunt.

Angeführt von ihrer starken Spielertrainerin Sina Heissler (9/2 Treffer) schafften die Einheimischen mit dem 13:12 die Wende. Das Match stand auf der Kippe. Neun Minuten lang fiel kein Tor. Nach dem 13:13 und 14:14 (52.) ließ Kunt Heissler im halblinken Rückraum eng beschatten und der TVS zog entscheidend auf 14:17 (56.) weg. Die Gäste hatten auch Glück, weil Referee Christian Wyrobisch (Ludwigshafen) die HR in der Schlussphase durch Zeitstrafen dezimierte (insgesamt 5/2). Zudem sah eine der Gastgeberinnen wegen Foulspiels direkt die rote Karte.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (6/3), Paula Branco-Santos (4), Sarah Weiß (4/2), Katharina Huber, Stefanie Müller, Tanja Neumer, Ann-Katrin Müller und Iris Buchenau (je 1). [ben]

27. November 2009

VORBERICHT
29.11.2009/16.00 Uhr
HR Göllheim/Eisenberg - TV Schifferstadt

Wenige Tore sind zu erwarten
Die bessere Defensive wird entscheiden


Der TV Schifferstadt spielt am 29.11.2009 in der Handball-Pfalzliga der Damen auswärts. Die HR Göllheim/Eisenberg erwartet die Rettichstädterinnen um 16 Uhr in der Hans-Appel-Sporthalle Göllheim. "Das wird ein schwieriges Spiel", mahnt TVS-Coach Werner Kunt zur Vorsicht.

Die Handballregion (HR), die aus einer Fusion des TuS Göllheim und der TSG Eisenberg entstanden ist, befindet sich im Aufwärtstrend. Mit zwei Erfolgen, darunter zuletzt das überraschend deutliche 23:17 in Lingenfeld, hat die Sieben von Spielertrainerin Sina Heissler (Kunt: "Sie hat sich berappelt, ihre alte Stärke ist wieder da"), die auch beste Werferin ist, ihr Punktekonto ausgleichen können (8:8). Schifferstadt steht nur noch um einen Zähler besser. In den bisherigen vier Heimpartien musste sich Göllheim/Eisenberg nur der TSG Mutterstadt mit 16:19 geschlagen geben.

Man hat sich in der Vergangenheit in Göllheim stets schwer getan, weiß Kunt. Und jetzt fällt mit Julia Grün eine der Stützen im Rückraum bis nächstes Jahr aus. Ihre Fersenprobleme, die sie schon zu Beginn der Spielzeit zu einer Pause gezwungen haben, sind nicht besser geworden. Spielt sie jetzt weiter, riskiert die 20fache Torschützin einen Riss der Achillessehne. Ihre Rolle im linken Rückraum soll Diana Otterstätter übernehmen. Aber in den letzten beiden Vorrundenpartien gegen Ruchheim und bei Wernersberg-Annweiler wird auch sie nicht dabei sein. Die erfolgreichste TVS-Werferin (42/16) holt ihre Hochzeitsreise nach. Kunt strebt auch deshalb einen Sieg an, weil er sich ob der beiden Ausfälle ein kleines Polster verschaffen will. "Die Jungen müssen jetzt mehr ran. Das ist für sie die beste Gelegenheit sich zu beweisen", setzt er auf den Nachwuchs.

Die viertbeste fordert die stärkste Abwehr. Es ist davon auszugehen, dass nicht viele Tore fallen werden. Kunt erwartet, dass beide Teams unter 20 Treffer bleiben werden. Aber durch die Rückkehr von Eva Kühhirt müsse man in der Deckung wohl keine großen Abstriche machen, hofft er. Vor HR-Keeperin Jasmin Hois hat der Gast Respekt. Es wird nicht einfach, die zuletzt nicht immer befriedigende Wurfausbeute ausgerechnet gegen Hois zu steigern. Neben Sina Heissler muss der TVS unter anderem auch auf die frühere Schifferstadterin am Kreis Stefanie Stauch achten. Britta Müller wird noch nicht wieder im Kader sein, ansonsten kann das HR-Trainergespann Heissler-Happersberger auf alle Spielerinnen zurückgreifen. [ben]

23. November 2009

SPIELBERICHT
22.11.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TG Waldsee 15 : 15 (7 : 8)

Gerechte Punkteteilung in mitreissendem Lokalderby

In der mit 300 Zuschauern proppenvollen Wilfried-Dietrich-Halle entwickelte sich in der Handball-Pfalzliga der Damen ein prächtiges Lokalderby zwischen dem TV Schifferstadt und der TG Waldsee. Am Ende trennten sich die beiden Kontrahenten gerecht mit 15:15 (7:8)
unentschieden. Beide bleiben mit jeweils 9:7 Punkten im Mittelfeld.

Die emotionale Atmosphäre war klasse, aber für die Einheimischen ungewohnt. "Ich bin etwas enttäuscht, weil wir es nicht geschafft haben, mit den Begleitumständen fertig zu werden", sagte TVS-Coach Werner Kunt hernach. Waldsee spiele insbesondere zu Hause öfter vor einer größeren Kulisse, seine Damen dagegen fast nie. "Es hat viel Spaß gemacht", bestätigte Waldsees Spielerin Jessicaa Knittel, denn drei Viertel des Publikums kam aus Waldsee.

Kampf war Trumpf, aber unfair wurde es unter der Leitung von Harald Janssen (Lingenfeld) nie. Die Partie, die von Nervosität und technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war, wogte hin und her, war spannend bis zum Ende. Beste ihrer Farben waren jeweils die Torfrauen Daniela Müller (Schifferstadt) und Eva Wahl (Waldsee). "Unser Rückraum hat zu wenig geworfen", befand Kunt und stellte bei seiner zuletzt so starken Aufbaureihe einen Leistungsabfall fest.

Nach dem 4:4 gelang dem Gast das 4:6 (25. Spielminute) und 5:7. Die Einheimischen kamen wacher aus der Pause und drehten das 7:8 zum 10:8 (34.) um. Die Führung ging beim 12:14 (48.) wieder flöten, ehe Schifferstadt beim 15:14 (55.) wieder die Nase vorne hatte. Mareike Schwarz egalisierte eine Minute vor dem Abpfiff zum 15:15. Der TVS verwarf in Unterzahl, Waldsee beging noch ein Stürmerfoul. Und dann war das Spektakel nach einer hektischen Schlussphase zu Ende. "Wir als Außenseiter haben einen Punkt gewonnen", meinte Knittel zufrieden. Die Gastgeberinnen vergaben drei, die TG nur einen Siebenmeter.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (5/2), Julia Grün (3), Katharina Huber (2), Sarah Weiß (2/1) sowie Bianca Gerner, Paula Branco-Santos und Stefanie Müller (je 1). [ben]

20. November 2009

VORBERICHT
22.11.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TG Waldsee

Große Kulisse soll für heiße Derby-Atmosphäre sorgen

Es ist das Lokalderby in der Handball-Pfalzliga der Damen schlechthin. Nicht nur, weil Schifferstadt und Waldsee Nachbarorte sind. Sondern vielmehr auch, weil beim Aufsteiger aus der Rheingemeinde etliche Ex-Schifferstadter am Ball sind. Die Begegnung zwischen dem TV Schifferstadt und der TG Waldsee wird am 22.11.2009 um 16 in der Wilfried-Dietrich-Halle beginnen.

"Ich freue mich auf das Spiel, weil wir endlich mal eine volle Halle haben werden", sagte TVS-Coach Werner Kunt. Es werden seiner Ansicht nach zwar mehr Gästefans kommen, aber er hofft natürlich, dass auch viele Einheimische den Weg finden und für eine tolle Atmosphäre sorgen werden. Kunt sieht die aufkeimende Derbystimmung eher nüchtern. "Es ist ein besonderes Spiel, das kann man nicht verleugnen. Aber ich habe schon so viele Derbys miterlebt." Für einige Spielerinnen auf beiden Seiten sei es aber schon etwas Besonderes. "Jede will, das hat man im Training schon gemerkt", berichtet er von motivierten Gastgeberinnen.

Die Waldseer Trainerin Anita Teutsch, Co-Trainer Stefan Butsch-Engelmann, Torfrau Eva Wahl sowie die Rückraumspielerinnen Ulla Teutsch, Sandra Loßbrand und Susanne Höhne - alle sind Schifferstadter. "Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere", ist Anita Teutschs Gefühlslage eher neutral. Aber bei den Spielerinnen sehe das anders aus, räumt sie eine gewisse Brisanz ein, "die machen sich selbst Druck." Für die TG kommt das Derby ihrer Ansicht nach zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Einige Leistungsträgerinnen suchten ihre Form, man befinde sich in einer kleinen Talsohle. Zudem fehlt Daniela Alter wegen einer Knieverletzung.

Nach einem guten Start von Waldsee (6:0 Punkte) und einem durchwachsenen von Schifferstadt (4:4) liegen beide mit 8:6 Zählern im Mittelfeld. Schifferstadt hat das deutlich bessere Torverhältnis und die deutlich stärkere Abwehr. Vergleichbare Gegner bisher: Schifferstadt hat beim Rangvierten Lingenfeld mit 21:13 gewonnen, während Waldsee demselben Gegner vor einer Woche vor den Augen von TVS-Co-Trainer Markus Otterstätter zu Hause mit 21:22 unterlag. Der TVS hat gegen Mutterstadt mit 9:14 verloren, während die TG sich dort nur mit 22:24 beugen musste. Edigheim haben beide besiegt, während gegen den aktuellen Tabellenzweiten Bobenheim beide verloren haben. "Wir spielen zu Hause, wir gewinnen", wäre alles andere als ein Sieg für Kunt eine Enttäuschung. Mit der Leistung aus dem Match in Mundenheim sollte dies allemal möglich sein. Zudem sieht er Vorteile bei den Seinen im Tor, in der Deckung und im Rückraum. Es bestehe aber die Gefahr, es gerade gegen diesen Kontrahenten besonders gut machen zu wollen. "Übermotivation könnte dafür sorgen, dass einige nicht so befreit aufspielen", gibt er zu bedenken. Aber das gelte für beide Teams. Wer am besten damit umgehen könne, werde gewinnen, prognostiziert er. "Wenn der Kopf mitmacht, haben wir eine reelle Chance", strebt auch Teutsch einen Sieg an.

Kunt, der Waldsee zwei Mal beobachtet hat, stellt insbesondere die offensive 3-2-1-Abwehr heraus. Dies sei ungewohnt, weil in dieser Klasse meistens mit defensiveren Hintermannschaften gespielt werde. "Man muss sehen, wie wir damit zurecht kommen." Zumindest hat er seine Schützlinge, die in unveränderter Formation auflaufen, im Training darauf vorbereitet. Zudem hat er Stärken beim Gegner im Spiel Eins gegen eins und im raschen Umschalten von Abwehr auf Angriff ausgemacht. [ben]

16. November 2009

SPIELBERICHT
15.11.2009/18.00 Uhr
VTV Mundenheim - TV Schifferstadt 28 : 23 (13 : 9)

Schlechtere Chancenverwertung steht einem positiveren
Resultat im Wege

Der Tabellenführer in der Handball-Pfalzliga der Damen war für den TV Schifferstadt eine Nummer zu groß. Die VTV Mundenheim besiegten die Rettichstädterinnen vor 90 Zuschauern mit 28:23 (13:9). Der Spitzenreiter verwertete seine Torchancen besser und siegte daher verdient. Die Gäste, die kurzfristig auf Ann-Katrin Müller verzichten mussten, führten mit 4:2. In der Folge zeichnete sich ab, woran das Schifferstadter Spiel - nicht zum ersten Mal - krankte: Die Würfe waren gegen die Mundenheimer Torfrauen Vanessa Peltsch und Katrin Meiszis zu schlecht angesetzt (unter anderem fand ein Siebenmeter nicht den Weg ins VTV-Tor). Dies macgten die Gastgeberinnen deutlich besser und gingen klar in Führung.

Während beim TVS die Torgefahr fast nur aus dem Rückraum von Diana Otterstätter und Julia Grün ausging, die Außen und der Kreis kaum trafen, waren die Einheimischen von allen Positionen gefährlich. Sophie Götz beispielsweise netzte die Strafwürfe sicher ein, Stefanie Katzdobler markierte Treffer über den Kreis. Die Torschützen waren über die gesamte Mannschaft verteilt.

"Wenn du gegen Mundenheim in Rückstand gerätst, wird es sehr schwer", sagte TVS-Trainer Werner Kunt. Auf 26:23 kam der Gast heran, konnte den Erfolg aber nicht mehr gefährden.

"Ich bin nicht unzufrieden mit unserer Vorstellung", meinte er. Aber bei zwei Teams auf ähnlichem spielerischen Niveau würden eben Kleinigkeiten entscheiden. Und dies sei die Chancenverwertung gewesen. Zudem hatte Mundenheim die deutlich bessere Bank zur Verfügung. Wenn der TVS seinen Leistungsträgerinnen eine Pause gönnen musste, litt deutlich das Spielniveau darunter. Der Branchenführer dagegen hielt konstant sein Level. "Unsere Wurfausbeute ist kein neues Problem", sagte Kunt. "Wir müssen weiter daran arbeiten und mehr Wurfvarianten einzubauen." Referee Bernd Geislinger verhängte 5/2 Zeitstrafen.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (9/4), Julia Grün (7), Bianca Gerner (3), Iris Buchenau (2) und Sarah Weiß (2/1). [ben]

13. November 2009

VORBERICHT
15.11.2009/18.00 Uhr
VTV Mundenheim - TV Schifferstadt

Schifferstadt geht als Außenseiter ins Spiel

Die Handball-Pfalzliga der Damen erlebt am 15.11.2009 ihr Spitzenspiel - zumindest tabellarisch. Die VTV Mundenheim empfangen als Primus den einen Rang dahinter liegenden TV Schifferstadt. Das Match im Schulzentrum Ludwigshafen-Mundenheim wird um 18 Uhr angepfiffen. "Ich bin immer Optimist", reist TVS-Coach Werner Kunt zwar als Außenseiter, seiner Ansicht nach aber nicht chancenlos in die Chemiestadt.

An jedem Spieltag stellt sich die Frage neu: Schafft es diesmal jemand, die blütenweiße Weste von Mundenheim zu beflecken? Bisher wurden die VTV ihrer vor der Saison zugeschanzten hohen Favoritenrolle immer gerecht. Nur beim 33:31 gegen die TSG Mutterstadt mussten sich die Horlacher-Schützlinge wirklich strecken, um erfolgreich zu sein. Schon vier Punkte Vorsprung nach gerade einmal sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Die Situation belegt nicht nur die Dominanz des Spitzenreiters, sondern auch die Ausgeglichenheit der Liga dahinter. Der Zweite Schifferstadt ist vom Siebten Lingenfeld gerade mal einen Punkt entfernt. Verliert der TVS das Gipfeltreffen, kann leicht ein Absturz um etliche Ränge das Resultat sein.

Alles andere als ein Heimsieg wäre indes eine Überraschung. "Für uns ist es eine leichte Aufgabe, denn wir haben nichts zu verlieren", verspürt Kunt keinen Druck. Man könne dafür sorgen, dass die Runde wieder etwas spannender werde - oder aber das Gegenteil. Angesichts des leichten Restprogramms in der Vorrunde könne Mundenheim bei einem Erfolg fast schon den Sekt kalt stellen, meint er.

Die Stärke der VTV liegt nicht nur in ihrem enorm temporeichen Spiel. Die coachenden Horlacher-Brüder können auf zehn, elf gleichwertige Spielerinnen zurückgreifen, so dass bei einem Wechsel kein Bruch entsteht. "Das kann sonst keiner in der Liga", sagte Kunt. Das Niveau der letztes Jahr schon guten Truppe wurde durch vier spielstarke Zugänge weiter angehoben.

Kunt will seine Abwehr wieder so kompakt auftreten sehen wie zuletzt und die Einheimischen nicht mehr als 20 Tore erzielen lassen. Wenn dann die eigene Offensive noch konsequent trifft, "kann sich auch Mundenheim schwer tun und wir haben vielleicht eine Chance." Vorteile könnte Schifferstadt auf der Torhüterposition haben. Daniela Müller muss einen guten Tag erwischen, das ist klar. Fehlt aber Mundenheims Nummer eins Katrin Meiszis weiter, sieht Kunt bei den Seinen mit Müller deutliche Vorteile zwischen den Pfosten. Bis auf die verletzte Eva Kühhirt sind beim TVS alle fit - von kleineren Dingen wie Erkältungen einmal abgesehen. [ben]

09. November 2009

SPIELBERICHT
08.11.2009/18.00 Uhr
TV Schifferstadt - HSG Eckbachtal 26 : 18 (13 : 8)

Ungefährdeter Sieg bringt Platz Zwei

Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt wurden zum zweiten Mal in Folge nicht gefordert. Nach dem Kantersieg in Landau bezwang die Kunt-Sieben die HSG Eckbachtal vor 40 Zuschauern mit 26:18 (13:8) und baute ihr Punktekonto auf 8:4 aus.

"Es war von Anfang an eine relativ klare Sache", sagte Trainer Werner Kunt. "Hätten wir mit der ersten Sieben durchgespielt, hätten wir Eckbachtal mit einer Packung nach Hause geschickt." Angesichts der 9:2-Führung entschied er früh, viel zu wechseln und jedes Mal kleine Brüche im Spiel seiner Schützlinge zu riskieren. "Das nehme ich auf meine Kappe, das muss auch mal sein", erklärte er, "ich hatte trotzdem nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten." Die HSG, die vor allem kämpferisch schon mehr als Landau zu bieten hatte, nutzte diese Phasen, um das Ergebnis freundlicher zu gestalten. Trotzdem, als der TVS nach dem Seitenwechsel wieder anzog und auf 19:10 enteilte, war klar, wer als Sieger vom Platz gehen würde. "Das war heute ein Klassenunterschied", meinte Kunt.

Schifferstadt spielte aus einer soliden Abwehr mit viel Tempo schnell nach vorne und kam zu etlichen Kontertoren. Gegen die robuste HSG-Hintermannschaft setzten sich die Gastgeberinnen gut durch und erhielten von Schiedsrichterin Ute Kreiselmaier (Ruchheim) zehn Strafwürfe zugesprochen. Drei wurden allerdings vergeben. Torfrau Daniela Müller bot eine gute Leistung, muss aber noch an ihren Aktionen gegen Würfe von den Außenpositionen arbeiten. Die Torerfolge verteilten sich ziemlich breit auf die Mannschaft. Kreiselmeier verhängte 6/4 Zeitstrafen. Stefanie Müller quittierte nach der dritten die rote Karte (42. Spielminute).

Für Schifferstadt trafen Sarah Weiß (7/2), Diana Otterstätter (6/5), Bianca Gerner (4), Julia Grün (3), Paula Branco-Santos, Anja Gassert (je 2) sowie Iris Buchenau und Steffie Müller (je 1). [ben]

06. November 2009

VORBERICHT
08.11.2009/18.00 Uhr
TV Schifferstadt - HSG Eckbachtal

Bei Sieg winkt Rang Zwei

Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt spielen am 08.11.2009 gegen die HSG Eckbachtal. Das Match in der Wilfried-Dietrich-Halle wird um 18 Uhr beginnen. "Klar, wir sind Favorit", sagte TVS-Trainer Werner Kunt, "und ein Sieg ist natürlich das Ziel."

Die Pfalzliga ist heuer ausgeglichener denn je. Hinter dem verlustpunktfreien Primus VTV Mundenheim sind der Zweite HSV Lingenfeld (7:3 Zähler) und der Neunte HR Göllheim/Eisenberg (4:6) gerade einmal drei Punkte voneinander entfernt. Schifferstadt (Dritter, 6:4) könnte mit einem Erfolg gegen "Kellerkind" Eckbachtal (2:8) auf Rang zwei vorstoßen, weil Lingenfeld gegen Mundenheim deutlich in der Außenseiterrolle ist.

Nach zuletzt drei Auswärtspartien strebt der TVS den zweiten Heimsieg an. Aber Vorsicht ist geboten. Eckbachtal feierte seinen bislang einzigen Erfolg mit 20:19 in Mutterstadt. Gegen den Lokalrivalen unterlag Schifferstadt zum Saisonauftakt in heimischer Umgebung mit 9:14. Und richtig "abgewatscht" wurde die Buschsieper-Sieben bisher noch nicht. "Ich bin etwas skeptisch", hebt Kunt warnend den Finger, die HSG sei ein unbequemer Gegner, den man keinesfalls unterschätzen dürfe. Vor allem die kompromisslose kompakte Hintermannschaft sieht er als Plus des Kontrahenten. Es könnte in der Tat eine torarme Partie werden. Der TVS stellt mit 75 Gegentreffern die beste Abwehr und die Gäste haben mit 77 Treffern den harmlosesten Angriff. Man müsse besser stehen als zuletzt in Landau, fordert der Übungsleiter. Ihr Hauptaugenmerk muss die gastgebende Verteidigung auf Sandra Benz und Janet Kirsch (früher Vatter) legen. Sie sind die torgefährlichsten Eckbachtalerinnen.

Eva Kühhirt fehlt nach ihrer in Landau erlittenen Daumenverletzung insbesondere in der Defensive mindestens vier Wochen. Katharina Huber plagte sich mit Magen-Darm-Problemen, ihr Auflaufen ist fraglich. Dafür kehrt Tanja Neumer in die Formation zurück. "Wir haben 15 Spielerinnen, das sollten wir kompensieren können", meinte Kunt. [ben]

2. November 2009

SPIELBERICHT
01.11.2009/17.30 Uhr
HSG Nußdorf/Landau/Godramstein - TV Schifferstadt 17 : 32 (8 : 14)

Mit überraschend leichtem Kantersieg auf Platz Drei


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt haben in Landau den erwarteten Erfolg eingefahren. Allerdings präsentierte sich die gastgebende HSG Nußdorf/Landau/ Godramstein vor 70 Zuschauern als überraschend harmloser Kontrahent. Nach dem 32:17 (14:8) weist der TVS ein Punktekonto von 6:4 auf und gehört hinter dem Zweiten HSV Lingenfeld (7:3) zum breiten vorderen Mittelfeld.

Es war in der Landauer Rundsporthalle von Anfang an eine klare Sache. "Wir hatten nie Probleme", sagte TVS-Coach Werner Kunt. Er verglich die Partie mit einem Spaziergang am Sonntagnachmittag und war ob der Schwäche der HSG doch überrascht. Man habe zwar mit einem Sieg gerechnet, so Kunt, aber dass es so einfach werden würde, hatten die Rettichstädterinnen nicht erwartet.

Landau verkürzte nach 0:2 und 1:4 auf 3:4, aber danach zog der Gast kontinuierlich davon. Kunt war früh klar, dass die Spielerinnen, die normalerweise nicht im ersten Glied stehen, diesmal vermehrt Spielanteile bekommen würden - ohne dass dies für die klare Dominanz schädlich gewesen wäre. Katharina Huber und Ann-Katrin Müller beispielsweise erfüllten die Vorgaben auf den Außenpositionen gut und waren im Abschluss erfolgreich. Gefallen hat dem Übungsleiter insbesondere das schnelle Spiel aus der eigenen Deckung heraus. Die Spielkonzeptionen wurden erfolgreich umgesetzt. "Das war ahnsehnlicher Handball", lobte er. Das einzige, was erneut etwas zu bemängeln war - die Torausbeute hätte angesichts der weiteren guten Gelegenheiten noch höher ausfallen müssen. "Auch, wenn wir noch keine 32 Tore geworfen haben", sagte Kunt, "aber wir haben auch noch keine 17 Gegentreffer hinnehmen müssen." Referee Christian Wyrobisch (Ludwigshafen) sprach in der sehr faire Auseinandersetzung lediglich eine Hinausstellung gegen die Südpfälzerinnen aus.

Für Schifferstadt trafen Katharina Huber (5), Sarah Weiß (5/1), Julia Grün (4), Ann-Katrin Müller (3), Iris Buchenau, Diana Otterstätter (je 3/1), Bianca Gerner, Anja Gassert, Steffie Müller (je 2), Sarah Schott, Eva Kühhirt (je 1) sowie Christine Heller (1/1). [ben]

30. Oktober 2009

VORBERICHT
01.11.2009/17.30 Uhr
HSG Nußdorf/Landau/Godramstein - TV Schifferstadt

Schwankungen in der Gartenstadt beseitigen

Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt spielen am 01.11.2009 bei der HSG Nußdorf/Landau/Godramstein. Das Match in der Rundsporthalle Landau wird um 17.30 Uhr angepfiffen. "Wir müssen gewinnen", hat TVS-Trainer Werner Kunt eine klare Vorgabe an die Seinen.

Nach dem durch das 19:22 in Bobenheim verpassten Sprung auf Platz zwei müssen die Kunt-Schützlinge zum dritten Mal in Folge auswärts ran. Die HSG hat bis auf die nach Bellheim abgewanderte Torfrau Christine Benz ein unverändertes Gesicht. Die Partie in der Gartenstadt ist durchaus Richtungsweisend. Verliert der TVS (derzeit 4:4 Zähler), geht die Tendenz nach unten. Auf der anderen Seite müssen die Gastgeberinnen, die erst einmal mit 22:14 in Ruchheim siegreich waren und noch nicht richtig aus den Startlöchern gekommen zu sein scheinen, angesichts ihrer 2:6 Punkte gewinnen, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten. Aber das Tabellenbild hat in dieser frühen Phase für Kunt noch nicht wirklich eine Aussagekraft. Bis auf zwei, drei Ausreißer oben und unten sieht er das Feld noch eng zusammen liegen.

Die Leistungsstärke der HSG hat in der letzten Zeit stetig nachgelassen. Nach dem Abstieg des TV Nußdorf aus der Regionalliga haben immer mehr Spielerinnen das jetzt von Markus Hellmann gecoachte Team verlassen. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte Schifferstadt wenige Probleme mit dem Kontrahenten. "Wir können es uns derzeit definitiv nicht leisten, von leichten Gegnern zu sprechen", macht Kunt klar, "wir müssen erst einmal sehen, dass wir kontinuierlich unser wirkliches Können abrufen und nicht ständig diesen großen Schwankungen unterliegen". Er erwartet, dass sich Einstellung und Motivation seiner Akteurinnen wieder verbessern. Eine Leistung wie beim Erfolg in Lingenfeld, die müsste nach Ansicht des Übungsleiters ausreichen. Er baut natürlich wieder auf eine sichere Abwehr, nach wie vor die beste der Liga. Aber so viele einfache Gegentore über Außen wie in Bobenheim dürfen es nicht mehr werden. Seine eigenen Flügelspielerinnen sieht er in der Pflicht zu mehr Eigeninitiative. Das Offensivspiel Schifferstadts ist bis dato zu sehr vom Rückraum dominiert.

Just vor dem Match gegen ihren ehemaligen Club feierte Julia Grün vergangene Woche ihr Comeback. Paula Branco-Santos war erkrankt und konnte nicht trainieren. Fehlt sie morgen, würde Urlaubsrückkehrerin Eva Kühhirt ins Aufgebot rutschen. [ben]

26. Oktober 2009

SPIELBERICHT
25.10.2009/17.00 Uhr
SC Bobenheim-Roxheim - TV Schifferstadt 22 : 19 (12 : 12)

Niederlage selbst verschuldet - zu viele Fehler beim TVS


Den Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt haben die zwei Wochen Pause nicht unbedingt gut getan. Der der SC Bobenheim-Roxheim schlug die Rettichstädterinnen vor 100 Zuschauern mit 22:19 (12:12). "Eine unnötige Niederlage, wir waren selbst schuld", sagte TVS-Coach Werner Kunt hinterher.Keine Gästespielerin konnte die starke Leistung vom 21:13-Sieg in Lingenfeld wiederholen. Der Sportclub stellte zwar ein anderes Kaliber als der Aufsteiger dar, aber die läuferische Vorstellung der Gäste war einfach nicht ausreichend. Torfrau Daniela Müller konnte insbesondere in Durchgang eins nicht den gewohnten Rückhalt bieten. Diesmal wirkte es sich negativ aus, dass der TVS keine weitere Alternative zwischen den Pfosten besitzt. Unterm Streich ist festzuhalten: Mit jetzt 4:4 Zählern haben Buchenau und Co. den Sprung auf Platz zwei verpasst und bleiben im breiten Mittelfeld.

Schifferstadt kam nur schwer in die Gänge. Bobenheim baute das 3:2 (5. Spielminute) auf 5:2 und 9:5 (16.) aus. Bis zum Seitenwechsel glichen die Gäste aus und schienen beim 17:18, mit einer jetzt besseren Daniela Müller im Tor, auf die Siegerstraße einbiegen zu können. Indes, in der Folge verpasste es der TVS durch technische Fauxpas und schlechte Würfe fünf Mal nacheinander, den Vorsprung auszubauen. Individuelle Fehler in Überzahl und einige Malheurs in der Abwehrarbeit ermöglichten der Mentzel-Sieben das 18:18 (54.) und das entscheidende 22:18. "Es kam jetzt alles zusammen. Wenn man es vorher nicht entscheidet, kommt es meist so", sah Kunt seine Schützlinge für ihre eigenen Fehler bestraft.

In der Endphase war er auch mit der einen oder anderen unglücklichen Entscheidung von Referee Werner Keller (Waldfischbach) nicht ganz einverstanden. Insbesondere die Schritte-Regel sah er beim SC nicht immer richtig angewandt. Aber am Schiedsrichter habe es nicht gelegen, räumte er ehrlicherweise ein. Keller verhängte 6/5 Zeitstrafen. Eine Bobenheimerin sah nach der dritten Demission die rote Karte.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (6/1), Sarah Weiß (4/3), Julia Grün (3), Steffie Müller (2), Iris Buchenau (2/1), Sarah Schott und Paula Branco-Santos (je 1). [ben]

22. Oktober 2009

VORBERICHT
25.10.2009/17.00 Uhr
SC Bobenheim-Roxheim - TV Schifferstadt

Schwierig in Bobenheim - Sprung auf Rang 2 möglich


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt holen nach zwei Wochen Pause am 25.10.2009 ihre Partie beim SC Bobenheim-Roxheim nach. Der Anpfiff in der Burgundhalle erfolgt um 17 Uhr. "Das wird eine enge Kiste, wie fast immer", erwartet TVS-Coach Werner Kunt eine sehr schwierige Aufgabe.

Nach dem holprigen Auftakt hat Schifferstadt nun sogar die Chance, sich mit einem Erfolg und dann 6:2 Punkten auf Platz zwei hinter den unangefochtenen Spitzenreiter VTV Mundenheim zu schieben. Gelänge ein Sieg und würde sich die Kunt-Sieben in den folgenden Partien in Landau und gegen die HSG Eckbachtal schadlos halten, käme es am 15. November in Mundenheim zu einem echten Spitzentreffen. "Soweit denken wir noch nicht", sagte Kunt. Man müsse sich von Spiel zu Spiel weiter verbessern und steigern.

Der TVS stellt mit im Durchschnitt zwölf Gegentoren bisher die beste Defensive der Liga, aber mit knapp vierzehn geworfenen Toren auch den am wenigsten erfolgreichen Angriff. "Wir treffen zu selten, obwohl die Torchancen da sind", meint Kunt. Primär muss Schifferstadt also seine Wurfausbeute effektiver gestalten. Mit der Abwehr inklusive Torfrau Daniela Müller ist er ganz zufrieden. Vielleicht werde die Defensivleistung entscheiden, vermutet der Übungsleiter, und hofft, dass Müller wieder einen so guten Tag wie in Lingenfeld erwischt. Bobenheim hat zwar erst 2:4 Zähler auf dem Konto und in Lingenfeld, wo sich der TVS zuletzt deutlich mit 21:13 durchsetzte, überraschend mit 19:20 verloren. Aber gegen Mundenheim unterlagen die Schützlinge von Trainer Hans Mentzel zu Hause nur mit 18:22. Der SC habe sich unter Mentzel verbessert, hat Kunt beobachtet. Zu der traditionell vorhandenen körperlichen Präsenz kommt jetzt ein schnelleres Spiel hinzu. Und wenn Nadine Valnion in Wurflaune ist wie beim Schifferstadter 19:24 im Vorjahr, kann es richtig schwierig werden. Zumal der letzte TVS-Erfolg in Bobenheim schon etwas zurück liegt. Kunt will zunächst mit der gewohnten 6-0-Hintermannschaft beginnen und umstellen, falls dies nicht funktioniert.

Julia Grün wird ihr erstes Saisonspiel bestreiten. Man muss aber abwarten, wie lange sie nach ihrer Verletzung schon eingesetzt werden kann. Eva Kühhirt fehlt definitiv. Zwei Spielerinnen konnten wegen Erkrankung nicht trainieren. Sabrina Schott hat wegen ihres Studiums nicht die Möglichkeit, an den wöchentlichen Übungseinheiten teilzunehmen. Zu den Spielen steht sie aber zur Verfügung, sofern ihr Mittun erforderlich wäre. In Bobenheim zählt sich nicht zum Schifferstadter Aufgebot. [ben]

12. Oktober 2009

SPIELBERICHT
11.10.2009/18.00 Uhr
HSV Lingenfeld - TV Schifferstadt 13 : 21 (2 : 9)

Klarer Sieg als Basis für den Aufwärtstrend


Der TV Schifferstadt hat in der Handball-Pfalzliga der Damen mit seiner bisher besten Saisonleistung einen in dieser Höhe nicht unbedingt erwarteten Sieg bei Aufsteiger HSV Lingenfeld eingefahren. Vor 100 Zuschauern setzten sich die Kunt-Schützlinge mit 21:13 (9:2) durch und haben jetzt 4:2 Punkte auf dem Konto.

Eine sehr deutliche Steigerung erlebte Trainer Werner Kunt von den Seinen. Die gesamte Mannschaft riss sich endlich zusammen und jede trug ihren Teil zum Erfolg bei. "Irgendwann müssen die ganzen Gespräche und das Training ja mal fruchten", freute sich der Übungsleiter, "darauf lässt sich aufbauen." Denn seinen Zenit hat der TVS noch lange nicht erreicht. Man sei jedoch auf einem guten Weg, glaubt Kunt.

Die Basis legte Schifferstadt in der Abwehr. Von Anfang an wurde dem bisher ungeschlagenen Neuling der Schneid abgekauft. HSV-Linksaußen Janina Luickx (1 Tor) hatte man gut im Griff. Torfrau Daniela Müller hielt überragend, wehrte von zehn Siebenmetern zwei ab. Zwei weitere warfen die Gastgeberinnen am Tor vorbei. Schifferstadt ließ von vier Strafwürfen zwei aus.

Auch im Angriff rief der TVS sein Können weitgehend ab. So stand es rasch 0:4 und beim Seitenwechsel 2:9 - obwohl einige technische Fehler passierten und die eine oder andere gute Torchance ausgelassen wurden. Nach Wiederbeginn agierte Lingenfelds Deckung offensiver. HSV-Coach Christian Louis ließ zwei gegnerische Akteurinnen eng beschatten. Dies führte kurz zu etwas Hektik. Bianca Gerner nahm jetzt die Fäden in die Hand und hebelte die gegnerische Defensive im Zusammenspiel mit Diana Otterstätter im Spiel Vier gegen Vier ein ums andere Mal aus. Eva Kühhirt wechselte mit Gerner in der Abwehr, so dass die Linksaußen Kraft für ihre Offensivaktionen sparen konnte. Näher als auf 13:19 (54.) kam Lingenfeld nicht heran.

Schiedsrichter Hermann Rempel kam in dem fairen Match mit drei Zeitstrafen gegen den HSV und mit einer gegen den TVS aus. Schifferstadt hat jetzt zwei Wochen Pause, ehe das Nachholspiel gegen Bobenheim-Roxheim auf dem Programm steht.

Für Schifferstadt trafen Bianca Gerner (8), Diana Otterstätter (4), Sarah Weiß (3/2), Tanja Neumer, Katharina Huber (je 2), Anja Gassert und Eva Kühhirt (je 1). [ben]

09. Oktober 2009

VORBERICHT
11.10.2009/18.00 Uhr
HSV Lingenfeld - TV Schifferstadt

Steigerung für Erfolg bei Neuling erforderlich


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt müssen am 11.10.2009 beim starken Aufsteiger HSV Lingenfeld antreten. Das Match in der Goldberghalle wird um 18 Uhr angepfiffen. "Wir müssen uns um einiges steigern, um zu punkten", weiß TVS-Trainer Werner Kunt. "Aber wir wollen schon deshalb gewinnen, weil jetzt drei Auswärtsspiele nacheinander folgen." Lingenfeld ist mit 5:1 Zählern gut gestartet und hält derzeit Rang drei.

Für Kunt nicht unbedingt eine Überraschung. Neulinge hätten es am Anfang etwas leichter, man kenne die Mannschaft noch nicht. Dies sei bei Schifferstadts Aufstieg damals nicht anders gewesen. Sein Lingenfelder Pendant Christian Louis stimmt dieser Sichtweise zu. Deshalb will der HSV in der Vorrunde, in der ihn die anderen noch nicht so gut kennen und manchmal vielleicht auch unterschätzen, so Louis, so viele Punkte wie möglich sammeln. Auch gegen Schifferstadt: "Das ist ein Heimspiel. Da wollen wir mit der Unterstützung unserer Fans etwas erreichen."

Kunt hat den HSV beobachtet. Die Sieben von Louis hat sich mit Torfrau Antje Haag (Ruchheim) und Linksaußen Janina Luickx (Mundenheim) gut verstärkt. Die Regionalliga erfahrene Haag entpuppte sich bisher als sicherer Rückhalt und die pfeilschnelle Luickx hat die meisten Treffer erzielt. Die junge Konterspezialistin übernimmt auch bei den Strafwürfen Verantwortung.

Die eigentliche Stärke der Gastgeberinnen sieht der Schifferstadter Übungsleiter in deren ausgeglichenen Besetzung. Es gibt keine einzelne überragende Spielerin, sondern alle Mannschaftsteile sind gleich gut besetzt - angefangen von den Außen über den Rückraum bis zur körperlich starken Kreisspielerin.

An der Verbesserung der Wurfausbeute wird in Schifferstadt ständig gearbeitet. Die meisten seiner Spielerinnen verfügten über einen Standardwurf, den sie zu 90 Prozent anwenden, hat Kunt beobachtet. "Das spielt sich vor allem im Kopf ab", sagte er. Die Schifferstadterinnen versuchen, mehr Variabilität beim Torwurf zu erreichen und sich besser auf die jeweilige gegnerische Torfrau einzustellen. "Wir arbeiten intensiv daran und hoffen, dass es irgendwann besser wird", sagte er. Julia Grün fehlt weiter verletzt. Iris Buchenau ist in der Formation zurück, braucht aber noch Zeit, um ihre alte Leistungsstärke zu erreichen. [ben]

05. Oktober 2009

SPIELBERICHT
04.10.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TV Edigheim 11 : 10 (6 : 4)

Erster Sieg - Kaum Verbesserung der Leistung


Der TV Schifferstadt hat in der Handball-Pfalzliga der Damen seinen Angstgegner bezwungen. Gegen den TV Edigheim gelang vor 60 Zuschauern mit 11:10 (6:4) der erste Saisonsieg im zweiten Spiel. "Das Positive ist, wir haben die beiden Punkte", sagte ein ratloser TVS-Coach Werner Kunt nach dem Abpfiff.

Man habe letzte Saison zwei Mal gegen Edigheim verloren, so gesehen müsse man zufrieden sein. Kunt attestierte der ausgeglichenen und fairen Auseinandersetzung - Referee Hans-Peter Thau (Dansenberg) verhängte keine Zeitstrafe - aber kein Pfalzliga-Niveau. Spielerisch war das weniger als Magerkost, was die beiden Kontrahenten boten. Viele technische Fehler, viele vergebene, auch glasklare Torchancen, so sah das Geschehen aus. Edigheim schaffte es, von acht Siebenmetern sieben ungenutzt zu lassen. TVS-Keeperin Daniela Müller fischte drei weg, der Rest flog am Schifferstadter Gehäuse vorbei. Die Gastgeberinnen vergaben zwei von sieben Strafwürfen. Grottenschlecht - so Kunts Bewertung.

"Ich weiß nicht, woran es liegt", überlegte der Übungsleiter. "Wir haben keinerlei Sicherheit im Spiel", rätselte er, "wir können nur weiter arbeiten und hoffen, dass Besserung eintritt." Eine Leistungssteigerung von gerade einmal fünf Prozent bescheinigte er seiner Sieben im Vergleich zur katastrophalen zweiten Halbzeit vor zwei Wochen gegen die TSG Mutterstadt. Die Abwehr stehe eigentlich ganz gut, aber im Offensivspiel gehe gar nichts, so Kunt: "Die meisten verstecken sich."

Die Gastgeberinnen führten mit 2:0 und beim Seitenwechsel mit 6:4. Aber der Faden riss ständig erneut, beim 8:9 schien Edigheim den Spieß umdrehen zu können. Indes, die Einheimnischen steckten nie auf. Nach dem 10:10 traf Tanja Neumer zwei Minuten vor Ultimo zum 11:10. Die letzten Angriffe verpufften in der spannenden Endphase auf beiden Seiten.

Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (5/2), Sarah Weiß (4/3) sowie Bianca Gerner und Tanja Neumer (je 1). [ben]

03. Oktober 2009

VORBERICHT
04.10.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TV Edigheim

Sieg gegen den Angstgegner ein Muss


Die Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt starten am 04.10.2009 den zweiten Versuch, einen Sieg einzufahren. In der Neuen Kreissporthalle kreuzt um 16 Uhr der TV Edigheim auf. "Niemand wird Edigheim unterschätzen, aber es müssen zwei Punkte her", hat TVS-Übungsleiter Werner Kunt eine klare Vorstellung vom Ausgang der Begegnung.

Während sich Schifferstadt im bisher einzigen Saisonmatch nach einer eher traurigen Vorstellung der TSG Mutterstadt mit 9:14 geschlagen geben musste, hat Edigheim in Landau und Lingenfeld immerhin 3:1 Punkte eingefahren. Die personell unveränderten Ludwigshafenerinnen treten am Sonntag mit der starken Torfrau Nicole Hohn zum dritten Mal in Folge auswärts an. Die Sieben der Trainer Thomas Rüffel und Willi Thomas sei so etwas wie der Angstgegner Schifferstadts. "Gegen uns spielen sie immer ein Tick besser", glaubt Kunt. Beleg: Im Vorjahr hat der TVS zu Hause 16:21 und auswärts 17:23 verloren.

Die Spielpause von zwei Wochen wurde in Schifferstadt genutzt, um das schwache Auftreten gegen Mutterstadt aufzuarbeiten. Die Mannschaft hat dies zunächst selbst ohne Kunt getan, gestern Abend sprach der Coach noch mal mit seinen Schützlingen. "Wir müssen uns anders präsentieren und über 60 Minuten das spielen, was wir können", fordert er. Es könne nicht sein, dass kleine Rückschläge oder schwache fünf Minuten die Mannschaft so total aus dem Konzept bringen wie im Lokalderby gegen die TSG geschehen. "Das Team kann wesentlich mehr. Daran müssen wir arbeiten", ist seine Marschroute klar. Man müsse, auch im Training, mit mehr Konzentration agieren und die Torchancen besser verwerten. Beim TVS ist Paula Branco-Santos wieder dabei. Iris Buchenau weilt in Urlaub. Ansonsten bleibt die Aufstellung unverändert. [ben]

21. September 2009

SPIELBERICHT
20.09.2009/16.00 Uhr
TV Schifferstadt - TSG Mutterstadt 9 : 14 (7 : 5)

Ernüchternder Auftakt im Lokalderby


Ein erfolgreicher Auftakt sieht anders aus. Der TV Schifferstadt hat in der Handball-Pfalzliga der Damen gegen die TSG Mutterstadt im Lokalderby vor 80 Zuschauern mit 9:14 (7:5) verloren. Die Mannschaft müsse ihren Charakter hinterfragen, sagte ein bitter enttäuschte TVS-Coach Werner Kunt, nachdem sein erster Ärger verraucht war.

Kunt mag sich vorgekommen sein wie weiland Schauspieler Bill Murray in dem Filmklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier". Schon wieder setzten seine Damen den Start in heimischen Gefilden in den Sand, schon wieder muss die Schifferstadter Mannschaft sich, ihre Einstellung und Moral hinterfragen. Eigentlich glaubte der Übungsleiter, diesen unbefriedigenden Zustand aus dem Vorjahr längst überwunden zu haben. Dass mit Julia Grün und Paula Branco-Santos zwei wichtige Akteurinnen fehlten, will er nicht gelten lassen. Man habe genug erfahrene Spielerinnen, dann hätte halt jemand anderes die Verantwortung übernehmen und versuchen müssen, die Mannschaft zu führen und mitzureißen. "Ich frage mich natürlich auch ,Was habe ich falsch gemacht?'", sinnierte Kunt - ohne eine Antwort zu finden.

Die Gastgeberinnen führten mit 2:0 und hielten diesen Vorsprung bis zur Pause. Nach Wiederbeginn fiel rasch das 7:8 und nach dem 9:9 (38. Spielminute) erzielte der TVS gar kein Tor mehr. Die beiden Abwehrreihen standen zwar gut. Dass die Einheimischen bei 57 Versuchen jedoch nur neun Mal trafen, ist nicht nachvollziehbar. Kunt sah in die Gesichter seiner Spielerinnen und wusste, was die Stunde geschlagen hatte. Die Köpfe gingen nach unten, die Körpersprache war eindeutig. "Niemand hat die Mannschaft mehr gepusht", sagte er. Die Anweisungen von Außen wurden nicht umgesetzt, Kampf und Einsatz waren nicht vorhanden. Schiedsrichter Werner Keller (Waldfischbach) kam in dem fairen Derby mit jeweils drei Hinausstellungen aus.

Das nächste Spiel findet erst in zwei Wochen gegen Edigheim statt. Etwas mehr Zeit also für die Mannschaft und Kunt, die Fehler aufzuarbeiten. Für Schifferstadt trafen Diana Otterstätter (4/1), Bianca Gerner, Klaudia Jester, Iris Buchenau, Katharina Huber und Sarah Weiß (je 1). [ben]

11. September 2009

Handball-Saison-Vorschau: Damen 1

Auf der Rückrunde aufbauen -
mit ausreichender Leistungsstärke unbeschwert spielen

 

Schifferstadt. "Wir können unbeschwert aufspielen und wollen uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern", nennt der Trainer der Pfalzliga-Handballerinnen des TV Schifferstadt, Werner Kunt, kein an einer Platzierung orientiertes Saisonziel. Seiner Zeit wurde der TVS mit 26:18 Zählern Sechster.

In Schifferstadt lief es in der letzten Saison von Anfang an nicht so, wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Unter den ersten Drei wollte Kunt in jedem Fall landen. Mit 14 Feldspielerinnen in seinem verstärkten Kader sah er beste Voraussetzungen, um die Meisterschaft mitspielen zu können. Es kam alles anders, Schifferstadt blieb in den Startlöchern sitzen. Spielmacherin Iris Buchenau (früher Pinter) unterbrach wegen ihrer Schwangerschaft ihre Karriere und das große Verletzungspech nahm seinen Anfang. In der Rückrunde zeigte die Leistungskurve jedoch stetig nach oben. Schifferstadt stabilisierte sein Spiel immer mehr, die lange vermisste Feinabstimmung wurde verbessert. Die Hintermannschaft stand fortan geschlossener. Das 21:27 gegen Vize-Meister VTV Mundenheim war die letzte Niederlage. Danach eilte der TVS von Erfolg zu Erfolg, ließ nur noch beim 22:22 gegen Bobenheim-Roxheim einen Zähler liegen. "Wenn wir schon zu Beginn so gespielt hätten", meinte Kunt damals, "wären wir unter den ersten Drei gelandet."

Jetzt sind die Verletzten genesen und auch Buchenau ist zurück. Kunt will auf der Leistung der Rückserie aufbauen und so weiter machen. "Etwas Glück gehört dazu und dann wollen wir mal sehen", äußert er sich abwartend optimistisch. Die Rolle des Top-Favoriten liegt seiner Ansicht nach bei Mundenheim, das eigentlich durchmarschieren müsste. Aber es bliebe abzuwarten, wie die VTV mit dem Druck umgingen, mit dem seine Schützlinge im Vorjahr nicht zurecht kamen. Wernersberg-Annweiler, Bobenheim-Roxheim, Mutterstadt und Edigheim - für Kunt gehören die üblichen Verdächtigen zum weiteren Kreis der Spitzenteams. "Und wir, wenn wir an die Leistung der Rückrunde anknüpfen", hofft er. Er rechnet sowieso mit einer Zwei-Klassen-Gesellschaft und ist gespannt, wie sich die Aufsteiger Waldsee und Lingenfeld schlagen werden. Denn der Sprung aus der Verbandsliga sei groß. "Ich freue mich auf ein volles Haus", sieht er den Lokalderbys gegen die TG Waldsee, in der inzwischen etliche Schifferstadterinnen bei Anita Teutsch und Stefan Butsch-Engelmann am Ball sind, eher nüchtern entgegen.

Personell hat sich wenig getan. Stefanie Rhein hat sich aus beruflichen Gründen nach Offenburg verabschiedet. Nachwuchstorfrau Jessica Erdmann hat wegen ihrer Knieprobleme ein längeres Sportverbot erhalten. Mit Daniela Müller steht nur eine Keeperin zur Verfügung. Man habe sich erfolglos um eine zweite bemüht, räumt Kunt ein: "Aber wir suchen weiter." Sollte Müller fehlen, müsse halt eine der 16 Feldspielerinnen zwischen die Pfosten. Zu diesen gehört jetzt auch Außenspielerin Katharina Huber (2. Mannschaft). "Sie hat Talent", sagt Kunt über die 19jährige, "und soll ihre Chance zur Bewährung bekommen." Sabrina Schott kann wegen ihres Studiums nicht trainieren, stünde aber zu den Spielen zur Verfügung. Julia Grün fällt mit einer Entzündung im Sprunggelenk noch länger aus und fehlt mindestens in den ersten drei Partien. Ein großer Verlust im Rückraum. "Aber letztes Jahr war's schlimmer mit den Verletzungen", relativiert der Übungsleiter. Die Hiobsbotschaften könnten jedoch noch kommen.

Tanja Neumer könnte Grün ersetzen. Der 22jährigen fehle noch etwas das Selbstvertrauen, aber von ihr hofft er genauso wie von den anderen jüngeren Akteurinnen Anja Gassert, Sarah Schott, Sarah Weiß, Ann-Kathrin und Stefanie Müller, dass sie sich weiter entwickeln und den Durchbruch schaffen. Hier sieht er noch unerschlossenes Potenzial. Die Akteurinnen haben zum Beispiel bei den Turnieren in Großsachen (2. Platz) und Bellheim und würden weiterhin Gelegenheit bekommen, sich auszuzeichnen und ihre Fortschritte zu zeigen. Namen spielen für Kunt keine Rolle. Die Aufstellung sei noch offen, noch sei niemand gesetzt. Ein Grundgerüst hat er selbstverständlich schon im Kopf.

Dieser Kader wird auch in naher Zukunft die Mannschaft bilden. Abgesehen von Klaudia Jester (45), die weiterhin als Co-Trainerin bei Oberligist TSG Friesenheim fungiert und in Schifferstadt einmal pro Woche trainiert (Kunt: "Sie hat eine super Einstellung"), befinden sich viele Junge im Aufgebot. Und in der zweiten Mannschaft, die aus der Verbandsliga abgestiegen ist, sowie der A-Jugend sieht Kunt kaum jemand, der den Sprung in die erste Vertretung schaffen könnte.

Die Vorbereitung hat er bisher als wechselhaft wahrgenommen. Die Beteiligung war aus diversen Gründen mal gut, mal schlecht. Dabei sieht er in Schifferstadt jedoch keine außergewöhnliche Situation, das sei bei allen Teams so. Der körperliche Zustand stellt ihn soweit zufrieden, spielerisch muss noch an den Details gearbeitet werden. Schließlich müssten fünf Spielerinnen, die in der Vorsaison kaum gespielt haben, wieder integriert werden.

Die taktische Struktur steht und wird grundsätz lich nicht verändert, höchstens verbessert. Nicht mehr so viele Spielzüge sollen es sein, Grundabläufe genügten und die Spielerinnen sollen im Spiel selbst entscheiden, was sie machen. Die Lücke in der gegnerischen Deckung
erkennen und entsprechend handeln, das sei das Schwierigste überhaupt. Diesen Überblick attestiert er den routinierten Grün, Diana Otterstätter (früher Kunt, jetzt mit Co-Trainer Markus Otterstätter verheiratet), Paula Branco-Santos und Buchenau. Mit Huber und Gassert sowie Buchenau über die zweite Welle stehen schnelle Leute zur Verfügung, so dass Kunt verstärkt über den Gegenstoß erfolgreich sein will. Insgesamt will er das Schifferstadter Spiel auf eine breitere Basis stellen. "Die Leistungsstärke ist ausreichend, so dass bei einem Wechsel kein Bruch mehr in unserem Spiel entsteht", glaubt Kunt. [ben]

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